Sporthallen

Stadt Essen saniert marode Sporthallen mit Millionen-Betrag

In städtischen Tunrhallen hebt sich schon mal der Boden. Die ärgsten Sanierungsfälle sollen nun abgearbeitet werden.

In städtischen Tunrhallen hebt sich schon mal der Boden. Die ärgsten Sanierungsfälle sollen nun abgearbeitet werden.

Foto: Ulrich von Born

Essen.   Bis zum Jahr 2021 sollen 47 Millionen Euro in die Instandsetzung von Sporthallen fließen. Alle gravierende Schäden sind damit aber nicht behoben.

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Volleyball ist eine schweißtreibende Angelegenheit. Wenn man dann nach dem Training nicht mal duschen kann... Die Volleyballer des VC Borbeck können davon ein trauriges Lied singen. Seit November 2015 funktionieren die Duschen in der Sporthalle an der Prinzenstraße nicht mehr. „Der Oberbürgermeister weiß Bescheid, alle wissen Bescheid. Nur – passiert ist bis heute nichts“, klagt Geschäftsführer Michael Werzinger, dessen Gemütszustand längst zwischen Frust und Resignation schwankt.

Die unzumutbaren Bedingungen in Borbeck sind kein Einzelfall. In der Sporthalle an der Wolfskuhle hat Feuchtigkeit dem Boden so zugesetzt, dass der Belag ausgetauscht werden muss. Die Turnhalle an der Comeniusschule in Burgaltendorf ist nach einem Wasserschaden sanierungsbedürftig. Die Halle der Schmachtenbergschule in Kettwig musste gesperrt werden, da sich Bodenplatten gelöst hatten.

43 Millionen Euro fließen aus Landes-Topf

Auch bei den städtischen Sport- und Turnhallen tut sich längst ein Sanierungsstau auf. Da kommt es den Verantwortlichen im Rathaus entgegen, dass das Land NRW besonders klamme Städte mit dem „Gesetz zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen“ unterstützt. 43 Millionen Euro fließen aus diesem Topf bis 2021 nach Essen. Vier Millionen Euro legt die Stadt oben drauf, um eine Reihe der insgesamt 146 Sporthallen instandzusetzen, die von der städtischen Immobilienwirtschaft verwaltet werden. Weitere 30 Hallen haben die Sport- und Bäderbetriebe unter ihren Fittichen. Hier wie dort gilt: „Saniert wird nach Priorität“, sagt Baudezernentin Simone Raskob und verspricht, dass die Fördergelder fristgerecht abgerufen und abgerechnet werden. Kein Cent soll verschenkt werden, betont Raskob. Das darf man ehrgeizig nennen angesichts des schmalen Zeitkorridors und der aktuellen Auftragslage im Handwerk, das gut zu tun hat.

Nicht nur deshalb warnt Wolfgang Rohrberg, Geschäftsführer des Essener Sportbundes (Espo) nach eigenen Worten vor zu großer Euphorie. „Man kann nicht zuviel auf einmal machen, sonst ist der Spielbetrieb gefährdet.

An der Reihe sind zudem jene Hallen, die andernfalls gar nicht mehr oder nur eingeschränkt genutzt werden könnten. Die Sporthalle an der Prinzenstraße in Borbeck zählt trotz kaputter Duschen nicht dazu. Dieser Schaden müsse aus den Mitteln der üblichen Bauunterhaltung behoben werden, sagt Baudezernentin Simone Raskob. Fragt sich nur, wann?

Diese Hallen hat die Stadt auf der Liste

Diese Hallen werden von den Sport- und Bäderbetrieben saniert: Turnhalle Dellwiger Straße; Sporthalle Fürstinstraße; Handballleistungszentrum Raumerstraße; Sporthalle Margarethenhöhe (Umkleide); Sporthalle am Regattahaus; Sporthalle Rübezahlstraße; Sporthalle Saatbruchstraße; Sporthalle Wendelinstraße; Sporthalle Planckstraße.

Die städtische Immobilienwirtschaft setzt folgende Hallen instand: Turnhalle Beisingstraße; Turnhalle Böcklinstraße; Sport- und Turnhallen Gustav-Heinemann-Gesamtschule; Turnhalle Berufskolleg Ost; Turnhalle Schmachtenbergschule; Turnhalle Isenbergstraße; Turnhalle Stiftsschule; Sporthalle Comeniusschule; Sporthalle Gymnasium Wolfskuhle.

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