Bürgerverein

Bürgerverein Moltkeviertel will Brückenpfeiler beleuchten

Das neue Vorstandsteam des Bürgervereins Moltkeviertel will die puttenverzierten Pfeiler der Moltkebrücke wieder beleuchten: (v.l.) Philipp Heiermann (Schriftführer), Andrea Brüning (zweite Vorsitzende), Bodo Lantermann (erster Vorsitzender) und Werner Schulte (Kassierer).

Das neue Vorstandsteam des Bürgervereins Moltkeviertel will die puttenverzierten Pfeiler der Moltkebrücke wieder beleuchten: (v.l.) Philipp Heiermann (Schriftführer), Andrea Brüning (zweite Vorsitzende), Bodo Lantermann (erster Vorsitzender) und Werner Schulte (Kassierer).

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Essen-Moltkeviertel.  Der neue Vorstand des Bürgervereins Moltkeviertel will das Umfeld beleben. Wichtiges Ziel bleibt der Erhalt der architektonischen Besonderheiten.

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Der Vorstand des Bürgervereins Moltkeviertel hat sich neu aufgestellt und viele Pläne für die Zukunft. So würde er gern in Absprache mit der Denkmalbehörde die Moltkebrücke als Eingangstor zum Wohnviertel mit vielen architektonischen Höhepunkten attraktiver gestalten. Neben der Erneuerung des ungepflegten und mit Werbeplakaten behangenen schmiedeeisernen Zauns zur Richard-Wagner-Straße hin, strebt der Verein eine Beleuchtung der vier mit Putten verzierten Brückenpfeiler an. Auch die Zifferblätter der Uhr am Robert-Schmidt-Berufskolleg sollen wieder leuchten.

Der Bürgerverein Moltkeviertel hat sich 2011 gegründet

Der Bürgerverein Moltkeviertel, der sich im März 2011 gegründet hatte und jetzt kurz vor der Auflösung stand, hat sich viel vorgenommen, behält dabei aber auch die ursprünglichen Ziele im Blick. „Wichtig war uns von Anfang an, sich für den Erhalt der Architektur und des alten Baumbestandes in unserem städtebaulich sehr besonderen Viertel einzusetzen“, erklärt der neue Vereinsvorsitzende Bodo Lantermann.

Der Bürgerverein habe in der Vergangenheit schon etliche Projekte – mit finanzieller Unterstützung von Sponsoren – erfolgreich abgeschlossen: die Anlage eines Bouleplatzes, die Restaurierung und Wiederinbetriebnahme der Uhr am Robert-Schmidt-Berufskolleg, die Ausstattung des Spielplatzes mit neuen Geräten, die Aufstellung von Bänken und Abfalleimern, die Instandsetzung der Kapelle in der Wiebeanlage und vieles mehr. Auch die Graffiti-Schmierereien an der Moltkebrücke seien entfernt worden. „Wir übernehmen zudem hier einiges an Grünpflegearbeiten für die Stadt“, sagt die zweite Vorsitzende Andrea Brüning.

Wichtig sei, die Balance zwischen dem Erhalt der historischen Substanz und der modernen Zeit zu finden. „Wir wollen keineswegs den Eindruck erwecken, als seien wir nur rückwärtsgewandt. Wir sind durchaus zukunftsorientiert“, so Kassierer Werner Schulte.

Das Moltkeviertel wurde vor über 100 Jahren von bekannten Architekten erbaut

Das Moltkeviertel wurde von dem visionären Stadtplaner Robert Schmidt entworfen und in den Jahren 1908 bis 1910 von teils renommierten Architekten wie Georg Metzendorf, Edmund Körner und Otto Bartning erbaut. Es zeichnet sich durch breite Straßen, große Grünflächen und Plätze sowie hochwertige Architektur aus. In dem Viertel sind viele Straßen nach Architekten, Stadtplanern und Künstlern benannt. Im Viertel habe schon immer Gemeinschaftssinn und das Engagement für das eigene Wohnumfeld eine wichtige Rolle gespielt, so dass die Gründung eines Bürgervereins zur Wahrung der gemeinsamen Interessen eigentlich nur folgerichtig gewesen sei.http://funke-cms.abendblatt.de:8080/webservice/thumbnail/article/213941145

Doch der Bürgerverein Moltkeviertel hat wie viele Vereine ein Problem: Zu wenig junge Leute seien bereit, sich zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen. So hatte der letzte Vorsitzende Norbert Meier bereits im Frühjahr 2018 angekündigt, sein Amt aus persönlichen Gründen in absehbarer Zeit zur Verfügung stellen zu wollen. Doch Nachfolger zu finden, sei gar nicht zu einfach gewesen, so dass das alte Team erst einmal weitermachen musste.

Der Bürgerverein hat derzeit 76 Mitglieder. „Es waren schon mal mehr“, sagt Bodo Lantermann, der froh ist, mit Andrea Brüning als stellvertretende Vorsitzende, Werner Schulte als Kassierer und Philipp Heiermann als Schriftführer Vorstandskollegen an seiner Seite zu wissen, bei denen die Chemie stimme.

Vorstandssuche gestaltete sich schwierig

Einige der Vorstandsmitglieder hätten schon in der Vergangenheit Vorstandsämter bekleidet. Man habe sich Anfang September zusammengesetzt und beschlossen, die Aufgaben in dieser Konstellation in Angriff zu nehmen – und so den Fortbestand des Vereins zu sichern, nachdem sich bei der Mitgliederversammlung im Juli kein Kandidat für die Vorstandsämter gefunden hatte und eine außerordentliche Mitgliederversammlung im September notwendig war, um einen neuen Vorstand zu finden.

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