Ausbildung

Werkstätten der Essener Jugendberufshilfe zeigen ihr Können

Julia Wagner fertigt mit jungen Geflüchteten Dekoartikel für den Tag der offenen Werkstatt an. In die Schnupperwerkstatt des Kompetenzzentrums kommen um die 50 junge Menschen.

Julia Wagner fertigt mit jungen Geflüchteten Dekoartikel für den Tag der offenen Werkstatt an. In die Schnupperwerkstatt des Kompetenzzentrums kommen um die 50 junge Menschen.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Essen-Rellinghausen.  Besucher können sich über die zahlreichen Projekte informieren. Über 130 Jugendliche werden an der Schürmannstraße qualifiziert und ausgebildet.

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Zum alljährlichen Tag der offenen Werkstatt lädt die Essener Jugendberufshilfe in die Schürmannstraße ein: Am Donnerstag, 28. November, zeigen Auszubildende und Teilnehmer der berufsvorbereitenden Maßnahmen von 11 bis 14 Uhr, was sie gelernt haben und bieten ihre von Hand gefertigten Produkte an.

„Das ist eine tolle Möglichkeit für die jungen Leute, ihre unterschiedlichen Tätigkeiten einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen und gleichzeitig aber auch eine Wertschätzung zu erfahren“, sagt Friedel Hermsen, Werkstattleiter bei der Jugendberufshilfe, „und gleichzeitig stellen wir unsere Arbeit vor.“

Über 100 Jugendliche werden hier qualifiziert und ausgebildet

Die Jugendberufshilfe ist seit ihrem Start im Jahr 1983 kontinuierlich gewachsen: Mittlerweile können hier Jugendliche und junge Erwachsene neun unterschiedliche Berufe erlernen – vom Schreiner bis zur Köchin.

Zusätzlich gibt es noch eine theoriereduzierte Rehaausbildung, Berufsvorbereitung, Beschäftigung und Qualifizierung und Orientierungsangebote für geflüchtete Menschen. Die können im eigens dafür gestalteten Kompetenzzentrum verschiedene Berufsfelder kennenlernen, bevor sie sich für eine Ausbildung entscheiden.. „Wir überlegen aber gerade, unsere Schnupperwerkstatt auch für alle Jugendliche zu öffnen“, so Hermsen.

Lehrer und Sozialpädagogen unterstützen die jungen Leute

Zwar werden alle teilnehmenden Jugendlichen über das Jobcenter vermittelt – das heißt aber nicht, dass sie nicht leistungsstark sein können. Im Gegenteil: „In den vergangenen Jahren haben unsere Auszubildenden immer wieder die ersten Plätze als beste Azubis in der Stadt oder in ganz NRW belegt“, sagt Friedel Hermsen. Zuletzt wurde der Malerlehrling Michael Schleicher in diesem Jahr ausgezeichnet: Er gehört deutschlandweit zu den 100 besten Malergesellen.

Unterstützt werden die jungen Leute – insgesamt sind es über 130, die in der Jugendberufshilfe ausgebildet oder qualifiziert werden – nicht nur von den Lehrmeistern in der Schreinerei, der Küche, der Metallverarbeitung oder Lagerlogistik. Zusätzlich stehen Sozialpädagogen und Lehrer den jungen Leuten zur Seite, helfen besonders bei der theoretischen Ausbildung in den Berufsschulen. „Wir bieten ein nahezu lückenloses System an“, sagt Thomas Virnich, Hauptgeschäftsführer der Jugendberufshilfe.

Eigener Laden und Online-Shop

„Kein Abschluss ohne Anschluss“ lautet die Devise. „Wir sorgen zum Beispiel dafür, dass unsere Jugendlichen nach einem Berufsorientierung bei uns dann die Ausbildung machen“, erklärt Friedel Hermsen.

Die erfolgt in den Werkstätten, die sich in den insgesamt 7000 Quadratmeter großen Hallen an der Schürmannstraße befinden. Alles was dort produziert wird, kann auch beim Tag der offenen Tür gekauft werden. Für alle, die den Termin nicht wahrnehmen können: Zusätzlich betreibt die Jugendberufshilfe auch noch einen eigenen Laden auf der Rellinghauser Straße 280. Und seit zwei Wochen einen Onlineshop.

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