Tarifverhandlungen

WDR-Mitarbeiter treffen sich zum Streikfrühstück in Essen

Mitarbeiter des WDR legten am Donnerstag vorübergehend die Arbeit nieder.

Mitarbeiter des WDR legten am Donnerstag vorübergehend die Arbeit nieder.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen.  Landesweiter Aufruf zum Warnstreik traf auch das WDR-Studio in der Essener City. Rund 30 Mitarbeiter legten vorübergehend die Arbeit nieder.

Der landesweite Gewerkschaftsaufruf zum ganztägigen Warnstreik an allen elf Standorten des Westdeutschen Rundfunks in Nordrhein-Westfalen hat am Donnerstag auch das Essener WDR-Studio am III. Hagen in der Innenstadt getroffen: Rund 30 Mitarbeiter, die allermeisten davon so genannte Freie ohne Redakteursvertrag, trafen sich am Morgen zum Streikfrühstück.

„Wir hoffen, dass das Auswirkungen auf die Lokalzeit hat“, sagte einer der Beschäftigten im vorübergehenden Ausstand. Gut möglich, dass die Sendungen am Abend, für die die Streikenden üblicherweise Inhalte liefen, aus der Konserve bestückt werden müssen, hieß es. Die halbstündigen lokalen Radionachrichten kamen derweil aus Düsseldorf.

Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld

Die zeitlich befristeten Arbeitsniederlegungen stehen im Zusammenhang mit der vierten Runde der Tarifverhandlungen von DJV-NRW, DOV und Verdi mit dem WDR am Freitag in Köln. Aufgerufen zum Warnstreik wurden alle festangestellten und freien Journalisten des WDR – neben Redakteuren, Volontären und Freien richtete sich der Gewerkschaftsappell auch an Kameraleute oder Cutter.

Im Kern lauten die Forderungen: Sechs Prozent mehr Geld für Feste und Freie und deutlich höhere Einmalzahlungen für Freie. Zudem wollen die Gewerkschaften eine Abkopplung vom öffentlichen Dienst und schlechtere Tarifverträge verhindern. (j.m.)

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