WH Absolventen

Hochschule Gelsenkirchen zeichnet Preisträger für Praxis aus

Die Studienpreisträger der Westfälischen Hochschule (v.l.): Desiree Kalupa, Lars Baumgart, Saskia Slykermann, Kirill Kronhardt, Annika Talkowski, Ugur Seyhan, Lara Tuma, Marx Lux (AGR-Preis) und Sebastian Buntkirchen (Wolf-von-Reis-Aktorenpreis) in der Kaue.

Die Studienpreisträger der Westfälischen Hochschule (v.l.): Desiree Kalupa, Lars Baumgart, Saskia Slykermann, Kirill Kronhardt, Annika Talkowski, Ugur Seyhan, Lara Tuma, Marx Lux (AGR-Preis) und Sebastian Buntkirchen (Wolf-von-Reis-Aktorenpreis) in der Kaue.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FFS

Gelsenkirchen.  Bei der Feier der Westfälischen Hochschule überrascht ein Absolvent als Beat-Boxer. Hinter den ausgezeichneten Arbeiten steckt viel Praxisbezug.

Die besten Absolventen des Hochschulstandorts Gelsenkirchen im Prüfungsjahr 2018/19 erhalten Studienpreise und neben einer Urkunde einen Scheck über 300 Euro, der vom Hochschulförderkreis Gelsenkirchen kommt. Der Studienpreis würdigt Abschlussarbeiten, die sich durch wissenschaftliche Güte und Fachpraxisbezug auszeichnen. Außerdem dürfen die Kandidaten die Regelstudienzeit um nicht mehr als ein Semester überschritten haben und müssen zu den 25 Prozent Jahrgangsbesten ihres Studiengangs zählen.

Zusätzlich werden zwei Preise für die jeweils standortbesten Bachelor- und Master-Absolventen vergeben. Den Bachelor-Standortpreis mit 750 Euro stiftet der Reisedienst Nickel, den Master-Standortpreis mit 1500 Euro die Sparkasse Gelsenkirchen.

Außerdem geht der Studienpreis „Für Mensch und Umwelt in der Region“ der Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhr (AGR) an Master-Absolvent Mark Lux, der in seiner Abschlussarbeit am „Energiewendeplaner“ der Hochschule mitgearbeitet hat.

Programm für Investitionen in die Energiewende

Mit einem Mathematica-Programm hat er die Verknüpfung vieler gültiger oder künftig gewünschter Daten in das Energiewende-Szenario-Programm möglich gemacht. Das Programm errechnet die mindestens zweijährlich erforderlichen Gesamtinvestitionen und Flächenbedarfe der Energiewende für Deutschland.

Das Programm steht Interessenten über die Hochschule kostenfrei zur Verfügung

Würdigung von Innovationen für die Region

Der alle zwei Jahre vergebene „Wolf-von-Reis-Aktorenpreis“ geht an Sebastian Buntkirchen, der die Hochschule als Ingenieur der Versorgungs- und Entsorgungstechnik verließ, eine Weiterbildung im Stiftungsmanagement machte und über mehrere berufliche Stationen (darunter die Stiftung „Manuel Neuer Kids Foundation“) heute Geschäftsführer der Stiftung „Schalke hilft!“ geworden ist.

Der Preis soll Persönlichkeiten ehren, die sich in der Realisierung einer Innovation ausgezeichnet haben oder deren Einsatzbereitschaft vorbildlich für die künftige Gestaltung des Emscher-Lippe-Raumes ist.

Launiger Small Talk zur Überleitung

Zwischen die Preisverleihungen haben die Veranstalter Gesprächsrunden zwischen Moderator Frank Bürgin und Dr. Andreas Bastin gelegt. Bastin ist promovierter Maschinenbau-Ingenieur und Vorstandsvorsitzender der Gelsenkirchener Firma Masterflex, wo er Strategie, Vertrieb, Marketing, Technik und Innovation, Compliance und Unternehmenskommunikation verantwortet.

Brücke zwischen Hochschule und Wirtschaft

Die Einbindung in die Veranstaltungsreihe „Campus meets Business“ will dadurch spannend für Wirtschaftsvertreter sein und bildet zugleich eine Kontaktbörse zwischen den Bestabsolventen und Arbeitgebern. Sie sorgt so auch für einen erfolgreichen Transfer von Wissen und Köpfen aus der Hochschule in die Praxis.

Die Preisträger und die Studiengänge:

Elektrotechnik-Absolvent Lars Baumgart (26) aus Gelsenkirchen hat am Beispiel eines Pumpwerks gezeigt, wie die Digitalisierung in der Wasserwirtschaft umgesetzt werden kann und Pumpen und Sensoren stärker vernetzt und intelligenter gemacht werden.

Wirtschaftsabsolventin Desiree Kalupa (25) aus Essen prüfte die Potenziale von Erlebnismodellen der virtuellen und erweiterten Realität und arbeitete am Eventmarketing für die Automobilindustrie.

Medieninformatiker Kirill Kronhardt (22) aus Gelsenkirchen hat für eine Spezial-Jobbörse für Ingenieure, Informatiker, Mediziner und Naturwissenschaftler neue Bedienkonzepte entwickelt, die den Suchenden dabei unterstützen, auch Jobs zu finden, die sie gar nicht im Blick hatten.

Saskia Slykermann (22) aus Wegberg im Kreis Heinsberg hat sich im Studiengang Versorgungs- und Entsorgungstechnik mit Methoden der Temperierung und Frischluft-Versorgung für einen Neubau am Düsseldorfer Flughafen beschäftigt.

Informatikerin Annika Talkowsky (22) aus Gladbeck hat zwei Programme verglichen, mit denen dynamische Webseiten, Webanwendungen oder Webservices entwickelt werden können.

Ugur Seyhan (25) aus Gelsenkirchen, Absolvent im Master-Studiengang „Management“, definierte für ein Telekommunikationsunternehmen Kundenzielgruppen und wie man sie im bestmöglich ansprechen kann.

Lara Tuma (24) aus Gladbeck hat sich im Master-Studiengang der Mikro- und Medizintechnik mit der Kalibration von Computertomografen beschäftigt, welche in der Krebs-Strahlentherapie eingesetzt werden.

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