Grün-Probleme

Spitzenschnitt für Weihnachtstannen an Terrorsperren in Buer

Halbe Tannen: Mittig gekappt wurden die Nordmänner an den Schutzgittern auf dem Weihnachtsmarkt Buer – um den Durchblick zu verbessern.

Halbe Tannen: Mittig gekappt wurden die Nordmänner an den Schutzgittern auf dem Weihnachtsmarkt Buer – um den Durchblick zu verbessern.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Buer.  Der Durchblick wird gewahrt: Die Tannen an den Zufahrtsgittern zum Weihnachtsmarkt Buer wurden gekappt. Eine Lösung gibt’s fürs Kinderkarussell.

Mit dekorativem Tannengrün hat die Werbegemeinschaft Buer heuer ein Problem auf dem Weihnachtmarkt: Erst wurden 80 Tannenbäume gestohlen. Sie waren eigentlich gedacht als passende Dekoration rings um die Kinderbühne. Ersatz musste her.

Ole Siemienski, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, rechnete Anfang der Woche mit Mehrkosten in Höhe von 1000 Euro. An anderer Stelle muss dagegen bereits erstandenes Baumgrün gekappt werden, was bei den Veranstaltern ebenfalls für wenig Freude sorgt.

Solide Stahlgitterkonstruktion an der Hochstraße

Die Zufahrtssperren an der Hochstraße, solide Stahlgitterkonstruktionen, gedacht und aufgestellt zur Terrorabwehr, wurden mit extra aufgestellten Nordmanntannen begrünt. So sollte die wehrhafte Optik entschärft werden. Allein: Es gab umgehend Kritik und Sorgen. Stolperfallen könnten so entstehen, die Sichtachsen würden verstellt, Gefahr für Passanten vom nahen Bus- und Bahnverkehr ausgehen.

Die Konsequenz: Die Bäumchen wurden gekappt, damit alle den rechten Durchblick behalten. Was der Werbegemeinschaftschef von diesem verordneten Spitzenschnitt hält, sei an dieser Stelle lieber verschwiegen.

Auch ums Kinderkarussell, diesmal aufgestellt an der Ecke Hochstraße/Springemarkt hatte es Aufregung gegeben. Es stünde zu nah an einer Laterne und der dortigen Brunnenskulptur, bemerkten Kritiker, die einen Gefahrpunkt ausgemacht haben wollten. Und auch Stadtsprecher Oliver Schäfer befand: „So kann das Karussell nicht stehen bleiben.“

„Das passt alles und war auch so abgesprochen“, bekräftigt Siemienski. Freitag sei die Endabnahme. „Ich gehe davon aus, dass alles so bleiben kann.“ Eine Sicht, der sich auch die Stadt anzunähern scheint. Denn laut Baubuch reicht der vorhandene Abstand.

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