Fördermittel

Alter Kokereistandort soll in Gelsenkirchen Reallabor werden

Wie geht es weiter an den Kraftwerksstandorten mit Kohleverstromung wie hier am Uniper-Standort Scholven in Gelsenkirchen? Antworten darauf sollen auch im Reallabor gefunden werden.

Wie geht es weiter an den Kraftwerksstandorten mit Kohleverstromung wie hier am Uniper-Standort Scholven in Gelsenkirchen? Antworten darauf sollen auch im Reallabor gefunden werden.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Gelsenkirchen.  Für ein Reallabor zur Energiewende werden Fördermittel nach Gelsenkirchen fließen. Ein Projekt für Hassel überzeugte im Wirtschaftsministerium.

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8,9 Millionen Euro für die Städtebauförderung in Schalke, Neustadt, Ückendorf oder Hassel fließen im Rahmen des Investitionspakets „Soziale Integration im Quartier“ nach Gelsenkirchen. Den Mittelzufluss von Bund und Land würdigte der CDU-Kreisvorsitzende Sascha Kurth kürzlich als Zeichen, dass die Landesregierung die Kommunen nicht im Stich lasse.

Donnerstag war es dann CDU-Staatssekretär Oliver Wittke, der sich über eine weitere Förderbotschaft freuen durfte: Die Projektidee, wonach auf dem Gelände auf der ehemaligen Kokerei in Hassel ein Reallabor der Energiewende entstehen soll, hatte sich zuvor als eines von 20 bundesweiten Vorschlägen im Rahmen eines Wettbewerbs des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgesetzt. Für „TransUrban NRW“, so der Titel, können nun Projektanträge gestellt werden.

CDU-Staatssekretär Wittke begrüßt die Förderinitiative

„Die Förderinitiative des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt traditionsreiche Energieregionen dabei, eine nachhaltige energie- und industriepolitische Perspektive zu entwickeln“, betonte der Bundestagsabgeordnete. Bisher, so Wittke, werden die von der Kohle geprägten Regionen oftmals über Fernwärmenetze versorgt. Im Reallabor setze das Konsortium auf „Wärmenetze der fünften Generation“, die erneuerbare Energien und Abwärme auf allen Temperaturniveaus einbinden. Der dafür gedachte Erzeugungsmix ermögliche einen schrittweisen Umbau von der fossilen Erzeugung in eine strombasierte und zunehmend regenerative Wärme- und Kältebereitstellung. Im Zuge des Kohleausstiegs wandele sich damit die Rolle des klassischen Fernwärmeversorgungsunternehmens zu Energieplattformanbietern für Wärme, Kälte, Strom und Mobilität. Mit Blick auf den Uniper-Kraftwerksstandort ist das Projekt für Wittke „der „Einstieg in den Umstieg aus der Kohleverstromung“.

Für Reallabore hat das Bundeskabinett 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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