Gefährlicher Steinwurf

Betrunkener Mann wirft Steine auf Autos, Scheibe splittert

Mit einem betrunkenen Steinewerfer hatte es die Gelsenkirchener Polizei zu tun.

Mit einem betrunkenen Steinewerfer hatte es die Gelsenkirchener Polizei zu tun.

Foto: Foto: Roland Weihrauch / dpa

Gelsenkirchen-Buer.   Ein betrunkener 19-jähriger Gelsenkirchener hat vom Dach einer Gebäuderuine Steine auf Autos geworfen. Ein Geschoss traf. Folge: Strafanzeige.

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Dummheit oder Absicht, das ist nicht ganz klar, außerdem war Alkohol im Spiel. Aber höchstgefährlich war die Tat eines 19-jährigen Gelsenkircheners auf jeden Fall: Ein 35-jähriger Autofahrer hat am Donnerstag um 17.15 Uhr die Polizei alarmiert, weil während der Fahrt plötzlich ein Stein auf die Windschutzscheibe seines Autos krachte.

Trio ist auf ein Hausdach gestiegen, um von oben Fotos zu machen

Die Polizisten stießen an der Emil-Zimmermann-Allee/Ecke Horster Straße in Buer neben dem Gelsenkirchener Autofahrer und seine Lebensgefährtin (23) auf zwei junge zwei Männer (18 und 19 Jahre alt) sowie auf ein 14-jähriges Mädchen. Diese drei waren zuvor auf das Dach eines leerstehenden, stark verfallenen Hauses in unmittelbarer Nähe gestiegen, um von oben Fotos zu machen. Schließlich habe der 19-Jährige damit begonnen, mit Steinen zu werfen. Die Cousine (15) und Tante des Mädchens, die zwischenzeitlich vor Ort auftauchten, schilderten das so der Polizei. „Die beiden haben noch versucht, den Mann davon abzuhalten, mit Steinen zu werfen“, sagte Polizeisprecher Thomas Nowaczyk. „Leider vergeblich.“

Steinwurf vom Hausdach: Mann erwartet Strafverfahren

Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest bei dem 19-Jährigen ergab einen Wert von 2,04 Promille. Der Gelsenkirchener wurde daher zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Die Frau und der Mann in dem Auto blieben unverletzt. Sie hatten wohl auch Glück im Unglück, denn der Stein schlug nach Angaben der Polizei „in Höhe des Armaturenbrettes ein“. Die Scheibe splitterte, es entstand erheblicher Sachschaden. „Allein der Schreck durch den lauten Knall hätte schon dazu führen können, dass der Fahrer das Lenkrad verreißt und einen Unfall verursacht“, sagte Nowaczyk. Ein eingeschränktes Sichtfeld durch eine zersplitterte Scheibe in Augenhöhe hätte ebenso hohe Risiken geborgen. Die Polizeibeamten erstellten eine Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

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