Umbau Horster Straße

Das Ergebnis war die Mühen wert

Christiane Rautenberg, Redakteurin der WAZ Gelsenkirchen, hält den Umbau der Horster Straße in Gelsenkirchen für alternativlos.

Christiane Rautenberg, Redakteurin der WAZ Gelsenkirchen, hält den Umbau der Horster Straße in Gelsenkirchen für alternativlos.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Die Horster Straße ist umgebaut, die Erleichterung nach zehn Jahren bei allen Beteiligten groß. Dazu ein Kommentar…

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Es ist geschafft: Die Sanierung der Horster Straße, dieser wichtigen Nord-West-Verbindung zwischen Beckhausen und Buer, sie ist nach zehn Jahren abgeschlossen. Ein Mammutprojekt, in seiner Streckenlänge und Dauer zumindest in den vergangenen Jahrzehnten einzigartig in Gelsenkirchen.

Was Wunder, dass die Erleichterung von Anwohnern und Geschäftsleuten fast mit Händen zu greifen ist! Tatsächlich waren sie doch arg gebeutelt: Immer wieder musste die Zufahrt zu ihren Grundstücken eingeschränkt werden, sorgten die Bauarbeiten für Lärm, nötigten Einbahnstraßen-Regelungen Kunden Umwege auf oder sorgten dafür, dass sie ihre Einkäufe lieber gleich an anderer Stelle erledigten. Das Ergebnis: Umsatzeinbußen bei etlichen Händlern.

Doch was wäre die Alternative gewesen? Dass die Horster Straße marode war, eine ärgerliche Schlagloch-Marter-Strecke mit ihren Kopfsteinpflaster-Abschnitten – das war unbestritten. Für Radfahrer geriet die Fahrt auf den schmalen Wegen zu einem Abenteuer, und Rollstuhlfahrer hatten ihre liebe Not, (nur) mit fremder Hilfe in die 301 zu gelangen. Barrierefreiheit? War ein Fremdwort! Kurz: Zur Erneuerung – und zwar bei fließendem Verkehr – gab es keine Alternative.

Den Pelz zu waschen, ohne ihn nass zu machen: Das funktioniert leider nicht. Auch wenn Astrid Metz vom „Info-Treff Linie 301“ sich um Schadensbegrenzung bemühte, so waren Unannehmlichkeiten letztlich unvermeidbar. Das Ergebnis aber ist die Mühen wert: Wenn das ZDF mal wieder Daten für ein Ranking zur Infrastruktur erstellt, schicken wir die Truppe einfach zur Horster Straße. Da gibt’s was zu staunen...

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