Mobilität

DB-Servicecenter in Gelsenkirchen reduziert Öffnungszeiten

ÖPNV-Nutzer können in Zukunft seltener das Servicecenter der Bahn nutzen.

ÖPNV-Nutzer können in Zukunft seltener das Servicecenter der Bahn nutzen.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen-Altstadt.  Ab Mitte Dezember ist das Service-Büro der DB am Gelsenkirchener Hauptbahnhof seltener besetzt. Frank-Norbert Oehler (CDU) kritisiert das.

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Wer seltener mit der Bahn fährt, wird ab Mitte Dezember eine Überraschung am Gelsenkirchener Hauptbahnhof erleben. Die Deutsche Bahn reduziert die Öffnungszeiten der dortigen Servicestation. An Wochenenden und Feiertagen wird das Büro nicht mehr besetzt sein. Grund hierfür die Kündigung des Servicevertrages zwischen dem Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) und der Bahn, die die längeren Öffnungszeiten durch diesen Vertrag gegenfinanziert hat.

„Dies steigert weder die Attraktivität des Gelsenkirchen Hauptbahnhofs noch des schienengebundenen ÖPNV“, sagt der Vorsitzende der CDU-Altstadt und Stadtverordnete, Frank-Norbert Oehlert, mit Bedauern. Anstelle der Bahn wird ab dem 15. Dezember Transdev den Verkauf von Tickets im Gebiet des VRR nach einer europaweiten Ausschreibung übernehmen. Transdev hat auch schon neue Fahrkartenautomaten in Gelsenkirchen aufgestellt, die bedienfreundlicher als die alte Automaten sein sollen.

Andere Städte trifft es härter

„Ob dies kundenfreundlicher ist, kann bezweifelt werden“, kritisiert Oehlert. „Insbesondere ältere Menschen, aber auch Wenignutzer des ÖPNV wird es nicht leichter gemacht, sich im Tarifdschungel des VRR zu orientieren.“ Der Politiker räumt jedoch ein, dass Gelsenkirchen im Vergleich zu anderen Städten noch Glück habe: In Mülheim, Wanne-Eickel, Herne, Mönchengladbach, Krefeld, Neuss und Haltern am See etwa würden die Servicecenter komplett abgeschafft.

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