Umbau

Die Lücken im Gelsenkirchener Kanalnetz schließen sich

Es tut sich was auf der Stadtgrenze in Höhe der „Unverwechselbar“ und des Doppel-Malakowturms der Zeche Holland, das Abwasser im Einzugsbereich des Wattenscheider Bachs kommt in die Röhre

Es tut sich was auf der Stadtgrenze in Höhe der „Unverwechselbar“ und des Doppel-Malakowturms der Zeche Holland, das Abwasser im Einzugsbereich des Wattenscheider Bachs kommt in die Röhre

Foto: Uli Kolmann / WAZ

Gelsenkirchen-Ückendorf.  Am Wattenscheider Bach ist am Dördelmannshof der nächste Abschnitt des Emscher-Umbaus in Arbeit. Kanal trennt unterirdisch das Schmutzwasser.

Die Emschergenossenschaft baut seit Anfang des Jahres von östlich der Rheinelbe-Halde auf Gelsenkirchener Stadtgebiet bis zur Marienstraße auf Wattenscheider Gebiet einen rund 2,5 Kilometer langen Abwasserkanal. Er dient der Befreiung des Gewässers vom Schmutz und der anschließenden naturnahen Umgestaltung des Wattenscheider Bachs.

Zusätzlich wird östlich der Halde Rheinelbe ein Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvolumen von ca. 58.000 Kubikmetern errichtet. Das Regenrückhaltebecken dient der Sicherstellung des Hochwasserschutzes und der gewässerverträglichen Einleitung aus dem dazugehörigen Abwasserkanal.

Bauarbeiten bis Herbst 2021

Die Bauarbeiten werden etwa bis Oktober 2021 dauern. Die Emschergenossenschaft investiert rund 51 Millionen Euro in die Maßnahme. Die ökologische Verbesserung beginnt im Anschluss im Jahr 2022 und dauert bis 2024.

Auf Bochumer Stadtgebiet ist der zum größten Teil unterirdisch verlaufende Oberlauf des Wattenscheider Baches schon seit 2014 auf einer Länge von zwei Kilometern umgebaut und abwasserfrei. Die Emschergenossenschaft hat hier 12,5 Millionen Euro investiert.

Tiefbauarbeiten in Ückendorf

Seit Ende November 2016 finden nun schon in Ückendorf umfangreiche Tiefbauarbeiten statt. Diese erstrecken sich in der Ückendorfer Straße vom Wattenscheider Bach bis zum Festweg und am Dördelmannshof von der Ückendorfer Straße bis zum Südfriedhof sowie in den Einmündungsbereich der Ückendorfer Straße mit der Bochumer Straße und der Osterfeldstraße hinein. Die Gesamtbauzeit wurde mit etwa 42 Monaten veranschlagt, Ende der Arbeiten soll voraussichtlich im Mai 2020 sein.

Vor kurzer Zeit wurde der Kanal am Dördelmannshof erneuert und die Fahrbahn in Teilen saniert. In der vierten Bauphase begannen im Sommer 2018 Bauarbeiten am Ückendorfer Platz sowie im Einmündungsbereich der Bochumer Straße und der Osterfeldstraße. In der fünften Bauphase wird aktuell der Kanal in der Ückendorfer Straße zwischen Ückendorfer Platz und Festweg abschließend erneuert.

Rückhalt an der Rhein-Elbe-Halde

Ein weiteres Kernstück der Zukunftsaufgaben wird das Regenrückhaltebecken darstellen, das östlich der Rhein-Elbe-Halde mit der Himmelstreppe entsteht. Die Bauzeit soll etwa zweieinhalb bis drei Jahre betragen. Darin enthalten ist auch die Anlage eines zwei Kilometer langen, reinen Abwasserkanals an der Grenze zu Gelsenkirchen.

Er kann als Stauraumkanal von 2,60 Meter auch zu befürchtende Starkregenfälle zumindest zum Teil aufnehmen.

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