Corona

Feiern trotz Corona? Karnevalisten noch untentschlossen

Karneval 2020: Dicht an dicht stehen Menschen beim Rosenmontagszug beieinander. Gelsenkirchens Narren sind noch untentschlossen, wie es in dieser Session in Corona-Zeiten mit dem Karneval weitergehen wird.

Karneval 2020: Dicht an dicht stehen Menschen beim Rosenmontagszug beieinander. Gelsenkirchens Narren sind noch untentschlossen, wie es in dieser Session in Corona-Zeiten mit dem Karneval weitergehen wird.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Gelsenkirchens Narren sind unentschlossen, wie es mit dem Karneval weitergehen wird. Nicht nur der Rosenmontagszug könnte auf der Kippe stehen.

In Köln will man trotz der Corona-Krise 2021 Karneval feiern. Im rheinländischen Euskirchen wollen die Karnevalisten die kommende Session um ein Jahr verschieben und in Essen ist bisher ungewiss, ob und wie es mit Karnevalsveranstaltungen weitergehen wird. Wie sieht die Planung für Gelsenkirchen aus?

Corona: Genauer Blick auf die Infektionszahlen in Gelsenkirchen

„Wir warten derzeit auf Lockerungen und haben noch nichts entschieden. Wir können nur abwarten und hoffen, dass die Infektionszahlen in Gelsenkirchen beziehungsweise in NRW runtergehen. In Gelsenkirchen sehen die Zahlen zum Glück aktuell ja gut aus“, sagt Gerd Schwenzfeier, Präsident des Festkomitees Gelsenkirchener Karneval.

Unter den Karnevalisten sei man sich einig, eine Entscheidung, wie es mit dem Karneval weitergehen wird, noch zurückhalten zu wollen. Dass der Rosenmontagsumzug mit knapp 80.000 Menschen und die Zeltveranstaltung an der Königswiese wie bisher stattfinden können, bezweifelt Schwenzfeier.

Eigentlich sind die Karnevalsveranstaltungen bis 2023 geplant

Zudem sieht er es auch aus finanziellen Gründen als schwierig an, dass bei der Galasitzung statt 500 bis 600 Personen weniger als die Hälfte der Leute teilnehmen können. Schwenzfeier: „Das würde sich einfach nicht rentieren.“

Eigentlich seien die kommende Session und auch Karnevalsveranstaltungen bis 2023 bereits fest verplant. „Die Säle sind gemietet und die Künstler bereits gebucht, aber coronabedingt müssen die Veranstaltungen natürlich genehmigt sein“, so der Präsident des Festkomitees. Um über weitere Planungen zu diskutieren, sei eine Videokonferenz mit dem Festkomitee und den Vorsitzenden der Karnevalsgesellschaften für Dienstag, 25. Mai, geplant.

Stadt- und Kinderprinzenpaar sollen weiter amtieren

Fest steht: Das Stadtprinzenpaar und das Kinderprinzenpaar der Session 2019/2020 werden weiter amtieren, wenn eine neue Proklamation im November dieses Jahres nicht stattfinden kann. Auch Vizepräsident Jürgen Stefanowski, der eigentlich abdanken wollte, bleibt so lange im Amt, bis sein Nachfolger auf der Jahreshauptversammlung, wann auch immer sie sein wird, gewählt werden kann.

Problematisch sieht Schwenzfeier auch, dass die Tanzgarden aktuell nicht trainieren können. „Teilweise passiert das derzeit über Video, aber das Gesamttraining in der Gruppe findet nicht statt“, sagt Schwenzfeier, der seit mehr als 30 Jahren karnevalistisch aktiv ist

"Es ist noch viel zu früh, sich über solche Dinge Gedanken zu machen"

Von Seiten der Stadt gebe es noch keine Planung, wie man mit Karnevalsveranstaltungen wie beispielsweise dem Rosenmontagsumzug umgehen möchte. „Es ist noch viel zu früh, sich über solche Dinge Gedanken zu machen. Wir überlegen erst einmal, was jetzt als nächstes ansteht und gucken, wie sich die Situation entwickelt“, so Pressesprecher Oliver Schäfer. Zudem könne man derzeit noch nicht vorrausehen, ob sich im Herbst eine zweite Corona-Welle erwarten lässt und wann es einen Impfstoff geben wird.

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