Bilanz

Für Volksbank Ruhr Mitte war 2017 ein gutes Jahr

Der Vorstand der Volksbank Ruhr Mitte,

Der Vorstand der Volksbank Ruhr Mitte,

Foto: Georg Lecher

Gelsenkirchen.   Ein leichtes Plus beim Jahresüberschuss, drei Prozent Dividende für Mitglieder. . . für die Volksbank Ruhr Mitte war 2017 ein gutes Jahr.

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Trotz der für Banken eher schwierigen Zeiten: „Für die Volksbank Ruhr Mitte war 2017 ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr“, versicherte Vorstand Peter Bottermann bei der Bilanzvorstellung. Am Montag stimmte die Vertreterversammlung dem Jahresabschluss mit einem Jahresüberschuss von 4,34 Millionen Euro (2016: 4,35) und die Ausschüttung einer Dividende an die 47 000 Mitglieder in Höhe von drei Prozent zu. 3,6 Millionen Euro des Überschusses werden zur Stärkung des Eigenkapitals verwendet.

„Von einem Angriff der Commerzbank, der kürzlich verkündet wurde, kann keine Rede sein“, betonte Bottermann. 120 000 Kunden und 8000 Firmenkunden der heimischen Wirtschaft sprächen für eine starke Partnerschaft. Gerade bei den Beratungsangeboten sieht sich die Volksbank besonders nah am Kunden. Im Firmenbereich habe man die Beratungskapazität ausgebaut und digital aufgerüstet, Im Privatkundengeschäft setze man auf klassische Filialen und digitale Kommunikation.

Mehr Kunden wollen Onlinebanking plus Beratung

Wenn es um Anlagen und Vermögensbildung geht, gebe es persönlichen Beratungsbedarf auch bei digital orientierten Kunden. „Die Vergleichsportale online beraten zu Baukrediten nicht so wie wir, auch zu möglichen Fördermitteln“, betont Vorstand Ingo Abrahams. Die Zahl der „hybriden Kunden“, also jener, die normale Bankgeschäfte online verwalten möchten, aber auch persönliche Beratung wünschen, steige. Mit dem „VB-Next“-Modell – das in Herten bereits läuft – will man Online-geneigten Kunden täglich von acht bis 19 Uhr persönliche Beratungen anbieten. Termine können online gebucht werden, Beratung ist per Whatsapp, Email, Video, via Skype oder auch persönlich in der Filiale möglich. Das EDV-System wird wegen steigender digitaler Ansprüche 2019 umgestellt auf „agree21“.

Digitaler Ausbau ab 2019 in Gelsenkirchener Filialen

In Gelsenkirchen soll „VB-Next“ 2019 in der Kirchstraße Einzug halten, in der Hauptstelle in Buer 2020/21, Der klassische Filialbereich bleibt dort erhalten, allerdings wird manche Außenfiliale zum reinen Selbstbedienungs-, also Automatenstandort. In der Feldmark und in Scholven ist es bereits zum 30. Juni 2018 soweit. Personal abgebaut werde nicht, zumal die ausgeweitete Beratungszeit eher mehr Berater erfordere. Die Reduzierung sei über normale Fluktuation möglich.

Ruhrgebiet wird attraktiver für Investoren

Die Bilanzsumme der Volksbank ist 2017 um 3,78 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro gestiegen. Die Kundenkredite legten um 83,7 Millionen Euro zu, Neukredite über 231,9 Millionen Euro wurden 2017 zugesagt. Bei privaten Neubauten leide das Geschäft unter zu wenigen ausgewiesenen Flächen, zugelegt habe aber die Finanzierung von Renditeimmobilien, so Peter Bottermann: „Investoren schätzen heute das Ruhrgebiet, weil hier noch gute Renditen im Gegensatz zu Städten wie München zu erwarten sind.“

Niedrigzinsen bedrohen die Altersvorsorge-Verträge

Trotz 0,0 Prozent Habenzinsen sparen die Volksbankkunden weiterhin: Kundeneinlagen stiegen erneut, um 3,8 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Zuwachs gab es auch bei Wertpapieren (10 Prozent) und Provisionserträgen (7,6 Prozent). Hohen Beratungs- und politischen Handlungsbedarf sieht Bottermann beim Thema Altersvorsorge.

>>>Infobox: 850 000 Euro aus dem Gewinn gespendet

Negativzinsen für private Spareinlagen schließt die Volksbank Ruhr Mitte weiterhin aus.

850 000 Euro aus dem Gewinn spendete die Bank für Menschen und Aktivitäten in der Region. 220 Kultur- und Sportveranstaltungen mit 254 000 Teilnehmern profitierten ebenso wie kreative Bildung und 500 Vereine und Institutionen.

396 Mitarbeiter zählte die in Gladbeck, Herten und Gelsenkirchen vertretene Volksbank 2017.

Elf Finanzcenter und zwei SB-Filialien (Heßler und Ückendorf) gibt es noch in Gelsenkirchen

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