Umwelt & Straßenreinigung

Gelsendienste schafft fünf neue Elektro-Kehrmaschinen an

Bisher gehören 24 Kleinkehrmaschinen zur Fahrzeugflotte der Gelsendienste. Diese werden von einem Dieselmotor angetrieben. Die neuen Elektromodelle sollen deutlich emissionsärmer sein.

Bisher gehören 24 Kleinkehrmaschinen zur Fahrzeugflotte der Gelsendienste. Diese werden von einem Dieselmotor angetrieben. Die neuen Elektromodelle sollen deutlich emissionsärmer sein.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Gelsendienste schafft für 1,35 Millionen Euro 2020 fünf neue Kleinkehrmaschinen mit Elektroantrieb an. Der Bund übernimmt einen Teil der Kosten.

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Der Fuhrpark der Gelsendienste soll 2020 um fünf elektrische Kleinkehrmaschinen erweitert werden. Diese Entscheidung wurde bei der Sitzung des zuständigen Betriebsausschusses gefällt. Die Anschaffungskosten liegen laut heutiger Kalkulation bei etwa 1,35 Millionen Euro. Etwa 700.000 Euro davon übernimmt das Bundesverkehrsministerium aus einem dafür vorgesehenen Fördermitteltopf. „Die Planungen sehen vor, dass die neuen Maschinen im zweiten Halbjahr 2020 bei uns sind“, erklärte Gelsendienste-Sprecher Tobias Heyne auf WAZ-Anfrage.

24 mit Dieselmotor angetriebene Kleinkehrmaschinen kommen derzeit bei den Gelsendiensten im Winterdienst, bei der Laubsammlung und bei der üblichen Straßenreinigung zum Einsatz. Die fünf neuen Elektrofahrzeuge sollen diese Flotte ergänzen. Diese emissionsärmeren Geräte sollen hauptsächlich im Bereich der Fußgängerzonen zum Einsatz kommen.

Welche Fahrzeuge angeschafft werden, steht noch nicht fest. Die Ausschreibung erfolgt europaweit. Die Entscheidung, wer den Zuschlag erhält, fällen die Gelsendienste. Für eine herkömmliche Kleinkehrmaschine fallen derzeit rund 110.000 Euro Anschaffungskosten an, bei den bislang existierenden Modellen mit Elektromotor sind es laut Sprecher Heyne 280.000 Euro oder mehr.

Neun Elektro- und fünf Hybridfahrzeuge hat Gelsendienste bereits

Das Thema „Elektro“ spielt bei Gelsendienste eine immer größere Rolle: Im Fuhrpark befinden sich laut Heyne derzeit neun rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge, hinzu kommen fünf weitere mit einem Hybridantrieb. Vier der Elektrofahrzeuge sind Autos für Mitarbeiter, die darin Kontrollfahrten vornehmen. „Bei den anderen fünf handelt es sich um kleinere Nutzfahrzeuge, darunter drei Streetscooter“, so Heyne.

Die fünf Hybrid-Fahrzeuge sind Pkw, die im Fahrdienst für die Stadt Gelsenkirchen eingesetzt werden. Für jedes E-Fahrzeug gibt es einen Ladepunkt auf den Betriebshöfen. „Darüber hinaus verfügen wir über mehrere Elektrofahrräder, die zum Beispiel für Baustellenkontrollen oder auf den Friedhöfen im Einsatz sind“, sagt der Gelsendienste-Sprecher.

Für 2020 plant Gelsendienste darüber hinaus die Beschaffung von sieben weiteren Streetscootern. Im Bereich der Abfallwirtschaft ist für das kommende Jahr die Beschaffung eines Sammelfahrzeugs mit Wasserstoff-Brennstoffzelle vorgesehen. „Die Beschaffungen werden in der Sitzung unseres Betriebsausschusses am 04.12.2019 auf der Tagesordnung stehen“, so Heyne.

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