NRW.KlimaTage 2017

Gelsenkirchener touren klimaGEnial durch die Stadt

Sommerspaziergang mt Klaus Herzmanatus durch den neuen Stadtteilpark/Biomassepark am Brößweg in Gelsenkirchen-Buer.

Sommerspaziergang mt Klaus Herzmanatus durch den neuen Stadtteilpark/Biomassepark am Brößweg in Gelsenkirchen-Buer.

Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen.   Die Stadt flankiert die NRW.KlimaTage am 7. und 8. Juli mit zwei Touren. Mit Bus und Fahrrad geht’s zu Projekten des klimagerechten Stadtumbaus.

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Starkregen, extreme Hitze, Stürme mit teilweise Orkanstärke: Der Klimawandel ist spürbar geworden. Was Nordrhein-Westfalen in Sachen Klimaschutz und -anpassung macht, zeigt die KlimaExpo.NRW in einer Zwischenbilanz während der NRW.KlimaTage 2017 am Freitag und Samstag, 7./8. Juli. Gelsenkirchen ist mit im Boot.

Armin Hardes, Klimaschutz- und Solarbeauftragter der Stadt, sagt: „Gelsenkirchen war gleich mit mehreren Solarsiedlungen ein Vorreiter des solaren Städtebaus und führt weitere Projekte zum klimagerechten Stadtumbau durch. Wir tragen daher viel zu einer positiven Zwischenbilanz bei.“

Los geht’s am Wissenschaftspark

Bei zwei Touren im Rahmen der NRW.KlimaTage werden Orte des Wandels im Wortsinn erfahrbar. So am Freitag, 7. Juli: Dann startet um 14 Uhr am Wissenschaftspark, Munscheidstraße 14, eine vierstündige Busfahrt. Vorgestellt werden etwa der Biomassepark Hugo und die Wandlung der ehemaligen Zeche Westerholt zum Energielabor Ruhr. Diese und andere Beispiele zeigt die Tour, zu der auch ein Besuch beim Spezialisten für Verzinken und Pulverbeschichten Voigt & Schweitzer gehört.

Wer Stationen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung mit dem Fahrrad erkunden will, kann am Samstag, 8. Juli, von 11 bis 18 Uhr an einer Familien-Radtour teilnehmen. 42 Kilometer lang ist die vom Allgemeinen deutschen Fahrradclub (ADFC) geführte Tour, die am Rathaus Buer startet. Wie aus Biomasse, Grubengas, Wasserstoff und aus Sonnen- und Windkraft klimaschonend Energie erzeugt wird, zeigt sich unterwegs etwa in der Solarsiedlung Schaffrath oder auf der Zeche Ewald.

Stadt gibt klimaGeniale Radrouten heraus

Auch unabhängig von diesen beiden Fahrten kann Klimaschutz im wahren Wortsinn erfahren werden. Für den Stadtnorden und für den Süden gibt es von der Stadt Gelsenkirchen herausgegebene klimaGEniale Radrouten samt QR-Code, der zu den GPS-Daten der Routen führt. Die Karten im Hosentaschenformat sind ab Freitag an mehreren Orten kostenlos erhältlich: in der Stadt- und Touristinfo im Hans-Sachs-Haus oder in Fahrradläden. Im Internet stehen die Touren ebenfalls ab 7. Juli.

„Die jeweils etwa 25 Kilometer langen Routen haben wir mit tatkräftiger Unterstützung des ADFC erarbeitet. Auch an Möglichkeiten, eine Pause einzulegen, haben wir gedacht“, erläutert Armin Hardes.

Westfälische Hochschule und Erzbunker sind Ziele

Stationen der Nordroute sind beispielsweise die weithin sichtbaren Windräder auf der Halde Oberscholven oder die landschaftlich sehr schön gelegene Westfälische Hochschule, wo intensiv an erneuerbaren Energien und Energieeffizienz gearbeitet wird. Insgesamt steuert die Nordroute acht klimaGEniale Orte an. Im Süden Gelsenkirchens zählen der mit einer Solaranlage bestückte Erzbunker des ehemaligen Stahlwerks Schalker Verein oder das Solarquartier auf dem einstigen Graf Bismarck- Gelände zu den markanten Stationen der Route. Im Süden sind es neun klimaGEniale Orte, die angesteuert werden. Zu allen Zielen gibt es kurze Hintergrundinformationen. Für jede Route ist mit einer reinen Fahrzeit von etwa zwei Stunden zu rechnen.

Auch das Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten radelt

Geplant sind zwei weitere klimaGEniale Radrouten. Neben einer Strecke durch Gelsenkirchen wird es eine städteübergreifende Route des Klimabündnisses Gelsenkirchen-Herten geben. Beide Karten erscheinen in Kürze. Bereits erhältlich ist eine Radkarte der KlimaExpo.NRW zu Projekten in Gelsenkirchen und Herten.

„Die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung im wahren Sinne erfahrbar zu machen, soll auch für eine andere Form der Mobilität werben. Der Radverkehr ist da von großer Bedeutung“, sagt Hardes und hofft, dass die klimaGEnialen Radkarten dem Thema Rückenwind verleihen.

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