Trabrennsport

Gelsenkirchener Trabrennbahn wegen Herpes unter Quarantäne

Am Dienstag fanden keine Rennen auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn statt. Weil dort Tiere am Equinen Herpesvirus erkrankt sind, steht die Anlage in der Feldmark unter Quarantäne (Archivbild).

Am Dienstag fanden keine Rennen auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn statt. Weil dort Tiere am Equinen Herpesvirus erkrankt sind, steht die Anlage in der Feldmark unter Quarantäne (Archivbild).

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen-Feldmark.  Auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn ist ein Pferd am Equinen Herpesvirus gestorben. Zum Schutz ruht der Betrieb, ein Renntag wurde verlegt.

Auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn ist ein Pferd an einer ansteckenden Viruserkrankung verstorben, wie der Traber-Dachverband HVT am Montag bekanntgab. Die Stallungen am Nienhauser Busch stehen deshalb seit mehreren Tagen unter Quarantäne. Es dürfen keine Pferde die Anlage betreten oder verlassen. Auch der für Dienstag, 28. Januar, geplante Renntag fand nicht in der Feldmark statt. Wie Rennbahnpräsident Uwe Küster dieser Zeitung sagte, fiel am Montag die Entscheidung, die Rennen auf der Dinslakener Trabrennbahn auszufahren.

Laut HVT ergab die Blutuntersuchung eines am 20. Januar auf der Rennbahn verstorbenen Pferdes, dass es mit dem Equinen Herpesvirus (EHV I) infiziert war. Diese ansteckende Krankheit kann für Pferde tödlich verlaufen. Der Stall, in dem das betroffene Tier untergebracht war, wurde deshalb umgehend unter Quarantäne gestellt, den übrigen Pferden wurde Blut entnommen. Eine der Proben ist laut HVT ebenfalls positiv auf EHV I.

Die Krankheit ist nicht meldepflichtig

„Im Moment herrscht hier Trainingsverbot. Pferde aus anderen Betrieben dürfen nicht aufs Gelände. Außerdem wurden alle Ställe gründlich desinfiziert“, sagt Küster. Die Schutzmaßnahmen hat der Rennbahnbetreiber freiwillig ergriffen, „zum Wohle der Tiere“. Denn das Virus unterliegt in Deutschland nicht der Meldepflicht. Erkrankte Pferde leiden unter hohem Fieber, Nasen- und Augenausfluss. In schweren Fällen schädigen die Viren das Nervensystem.

Tiere können sich über Tröpfcheninfektion anstecken, weswegen Kranke isoliert werden sollten. Auch in anderen Betrieben in der Region gab es in den vergangenen Wochen Herpesfälle. Um die geplante Rennveranstaltung trotzdem nicht absagen zu müssen, wurde diese in Absprache mit den Dinslakener Rennbahnbetreibern verlegt. Alle Rennen fanden am Dienstag dort statt. Nur Gelsenkirchener Pferde gingen nicht an den Start – sie müssen aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres im heimischen Stall bleiben.

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