Fräulein Kurvig

Gelsenkirchenerin steht im Model-Finale von „Fräulein Kurvig“

Jennifer Niedrig aus Gelsenkirchen hatte Spaß während des Posierens für den WAZ-Fotografen. Beim bundesweiten Wettbewerbs „Fräulein Kurvig“ steht sie im Finale.

Jennifer Niedrig aus Gelsenkirchen hatte Spaß während des Posierens für den WAZ-Fotografen. Beim bundesweiten Wettbewerbs „Fräulein Kurvig“ steht sie im Finale.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen/Krefeld.  Die Gelsenkirchenerin Jennifer Niedrig (30) hat es unter die letzten 16 Kandidatinnen von „Fräulein Kurvig“ geschafft. Sie ist im Model-Finale.

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Die Gelsenkirchenerin Jennifer Niedrig steht im bundesweiten Wettbewerb „Fräulein Kurvig“ im Finale. Am 14. Dezember wird sie zum zweiten Mal zusammen mit 15 anderen Frauen und drei Männern vor einer fünfköpfigen Jury und Publikum in Krefeld stehen. Hier werden „Fräulein Kurvig“ und „Mr. Big“ des Jahres 2019 gewählt.

Anderen Mut machen, Spaß an der Fotografie

Warum sich die 30-Jährige dazu entschieden hatte, an dem Wettbewerb teilzunehmen, erzählt sie im Gespräch mit der WAZ. „Meine Arbeitskollegin meinte, du könntest anderen Mut machen“, sagt Jennifer Niedrig und fährt fort: „Zudem liebe ich es, fotografiert zu werden und fotografiere auch selbst gerne.“ Ihr Instagram-Account „kingdingeling89“ beweist, dass ihre Fotos ankommen. Aktuell folgen der Gelsenkirchenerin 3240 Personen in dem Sozialen Netzwerk.

Mit den meisten Likes ins Halbfinale eingezogen

Bei Facebook hatte sie den Aufruf für den Wettbewerb entdeckt, der auch zeigen soll, dass die Kleidergröße keine Rolle spielt, um schön zu sein. Monatlich wurde von Januar bis September über eine Auswahl an Teilnehmern online und öffentlich abgestimmt. Ins Halbfinale zog bei „Fräulein Kurvig“ die Frau mit den meisten Likes. Jennifer Niedrig stand im Monat Juli mit 227 Likes zusammen mit einer anderen Frau an der Spitze. 2300 Kandidaten, ab 18 Jahren mit einer Kleidergröße ab 42 bei den Frauen und ab einer Kleidergröße 54 für „Mr. Big“, hatten sich vorab beworben.

Training für den Catwalk im Rampenlicht

Die Körpermaße seien – anders als bei anderen Wettbewerben – nicht wichtig gewesen. Ins Halbfinale, das im Oktober in Düsseldorf stattfand, zogen schließlich 100 Bewerber ein. Auch hier konnte Jennifer Niedrig mit ihrer fröhlichen Ausstrahlung überzeugen. Nachdem sie sich mit einer Kurzgeschichte präsentiert hatte, ein Aufnahmegespräch hinter sich gebracht hatte, ausgemessen wurde und an einem Catwalk-Training erfolgreich teilnahm, erhielt sie schließlich zwei Tage später die freudige Nachricht, dass sie es ins Finale geschafft hat.

Auf der Suche nach den Outfits fürs Finale

Unter dem Motto „Greatest Showman“ präsentieren sich dann am Samstag, 14. Dezember, noch einmal die letzten Teilnehmer. In dem Zelt von Circus Probst zeigen die Kandidatinnen und auch Kandidaten dann noch einmal, was in ihnen steckt. Allerdings sei hier Kreativität gefragt. Manch einer wird singen, ein anderer tanzen, Jennifer Niedrig feilt derzeit noch fleißig an einer Idee und ist auf der Suche nach Outfits, die ihre Kurven gekonnt in Szene setzen.

Der genaue Programmablauf der Veranstaltung, bei der übrigens die Jury, aber auch das Publikum mit abstimmen wird, wird noch bekannt gegeben. Zwei Tage vor der großen Show reisen die Finalisten bereits nach Düsseldorf, um sich vorzubereiten und verschiedene Kleidungsstücke anzuprobieren. Das Finale ist nämlich zeitgleich auch eine Modenschau, bei der die kurvigen Nachwuchsmodels verschiedene Labels präsentieren.

Gewinnerin erhält einen Modelvertrag

Die Gewinnerin erhält schließlich neben einer Krone einen Modelvertrag bei der Agentur „Fräulein Kurvig“. Zudem darf sie als Gesicht der Agentur bei verschiedenen Veranstaltungen dabei sein und erhält einen Vertrag bei der Modelagentur „Mos“. Zwar will Jennifer Niedrig ihren Job als Erzieherin nicht aufgeben, trotzdem kann sie sich das Modeln als zweites Standbein vorstellen.

Zum Thema Akzeptanz verschiedener Körperformen sagt die Gelsenkirchenerin: „Es ist zwar ein langsamer Wandel in der Gesellschaft, aber es tut sich etwas.“ Wünschen würde die 30-Jährige, dass der Begriff „dick“ seine negative Assoziation verliert, schließlich sei es lediglich ein Beschreibung, wie eben auch „groß“, „klein“ oder „dünn“. Sie selbst habe zwar nie negative Erfahrungen aufgrund ihrer Figur gemacht, trotzdem gäbe es viele Leute, die sich deshalb verstecken würden. „Das finde ich schade“, sagt sie.

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