Bildung

Im nächsten Jahr wird es eng an Gelsenkirchener Grundschulen

Im nächsten Schuljahr braucht es noch mehr Warnwesten für Schulanfänger. Hier ein Bild von der Übergabe der Westen von Viert- an Erstklässler an der Martin-Luther-Grundschule. Hier stockten die Rotarier den Bestand auf.

Im nächsten Schuljahr braucht es noch mehr Warnwesten für Schulanfänger. Hier ein Bild von der Übergabe der Westen von Viert- an Erstklässler an der Martin-Luther-Grundschule. Hier stockten die Rotarier den Bestand auf.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  In Gelsenkirchen gibt es nach jetzigem Stand genug Platz für die nächsten Erstklässler an Grundschulen. Gut ist die Situation trotzdem nicht.

Die Bevölkerungskurve geht allgemein nach oben, in Gelsenkirchen besonders. Und damit steigt auch die Zahl der Grundschüler. Was nicht automatisch mitwächst, ist die Zahl der zur Verfügung stehenden Grundschulplätze und Lehrer. Wobei es zumindest bei den Plätzen für das kommende Schuljahr zumindest so aussieht, als würde Anzahl noch ausreichen, wie eine WAZ-Anfrage bei Bildungsreferatsleiter Klaus Rostek ergab. 2.588 Mädchen und Jungen waren zum Stichtag im Juli 2019 in Gelsenkirchen gemeldet, die im Sommer 2020 im Einschulungsalter sind; 99 mehr als im Vorjahr. Deren Eltern hat die Stadt angeschrieben mit der entsprechenden Information und der Bitte um Rückmeldung.

2169 davon haben sich bereits jetzt wie erbeten angemeldet, von den übrigen fehlt bisher die Rückmeldung. Zur Verfügung für Erstklässler stehen derzeit insgesamt bis zu 2700 Grundschulplätze im Stadtgebiet – allerdings nur, wenn die maximalen erlaubten Klassengrößen ausgeschöpft würden. „Gut ist aber anders“, räumt Klaus Rostek ein, der mit seinem Team bereits weitergehend plant. Je nach Zügigkeit der Schule sind bis zu 28 Kinder je Klasse (bei zweizügigen Schulen) die Obergrenze, bei vierzügigen Schulen sind es nur bis zu 26 Kinder.

Schon jetzt zeichnet sich ab: Vor allem in der Stadtmitte und im Stadtsüden wird es besonders knapp mit den Plätzen. Allerdings muss nach bisherigem Stand kein Erstklässler einer Regelklasse aus dem Süden in den Stadtnorden gefahren werden. Bei Kindern aus Internationalen Förderklassen ist dies bereits jetzt der Fall.

Die Zahl der Schulanfänger kann sich zwar, bedingt durch weitere Zu- und Abwanderung, bis zum nächsten Sommer noch deutlich verändern. Es ist aber schon nach bisherigen Erkenntnissen davon auszugehen, dass nicht jedes Kind im Süden in der an seiner Wohnung am nahesten gelegene Grundschule aufgenommen werden kann. Im Februar 2020 hofft Klaus Rostek, genauere Zahlen vorliegen zu haben, um entsprechend planen und vorbereiten zu können. Bei der Versorgung mit Lehrkräften allerdings wird es ohne Unterstützung der Bezirksregierung in Münster kaum gehen.

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