Nahverkehr

Linien 301 und 302 verkehren ab Dezember alle 7,5 Minuten

Die Bogestra-Vorstände Jörg Filter (l.) und Andreas Kerber (2.v.l.) mit Oberbürgermeister Frank Baranowski und Regine Rudat-Krebs, die ein neues Gesicht der neuern Mobilitätskampagne ist.

Die Bogestra-Vorstände Jörg Filter (l.) und Andreas Kerber (2.v.l.) mit Oberbürgermeister Frank Baranowski und Regine Rudat-Krebs, die ein neues Gesicht der neuern Mobilitätskampagne ist.

Foto: Gerd Kaemper / gkfoto

Gelsenkirchen.  In Gelsenkirchen fahren die Straßenbahnlinien 301 und 302 ab Mitte Dezember alle 7,5 Minuten. Auch für andere Linien gibt es Verbesserungen.

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Lange ist über die Taktung der Straßenbahnlinie 302 in dieser Stadt diskutiert worden. Nach mehreren Testphasen mit dem 5-Minuten-Takt war klar: Auf Dauer ist dies ein zu teures Unterfangen. Jetzt geht das „Netz 2020“ an den Start: Ab Sonntag, 15. Dezember, gibt es ein Plus an Qualität unter anderem durch kürzere Taktungen, mehr Direktverbindungen und verbesserte Anschlüsse – das zumindest versprechen die Bogestra sowie die Städte Gelsenkirchen und Bochum. Dazu gehört unter anderem der 7,5-Minuten-Takt für die 302.

OB hofft auf Entlastung der Kurt-Schumacher-Straße

Vorangegangen sei der Netzumstellung, so die Stadt, eine umfassende Planungsphase – inklusive Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Aber auch zukünftige stadtplanerische Vorhaben sowie der neue Fahrplan im Bereich der S-Bahnen, des Regionalexpress sowie der Regionalbahn wurden berücksichtigt.

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski macht deutlich: „Eine Großstadt wie Gelsenkirchen braucht nicht nur mit Blick auf Umwelt und Klimaschutz einen attraktiven und bezahlbaren ÖPNV. Die Testphase 2018 hat entlang der Linie 302 bereits gezeigt, dass kürzere Takte gut bei den Fahrgästen ankommen. Mit dem Angebot eines 7,5-Minuten-Taktes entlang der Linien 301 und 302 kommen wir dem Wunsch der Fahrgäste nach einem größeren Fahrtangebot nun dauerhaft nach und hoffen, unter anderem die Kurt-Schumacher-Straße weiter vom Autoverkehr entlasten zu können. Außerdem passen wir den Takt dem neuen Fahrplan der S-Bahnen und des Regionalverkehrs an und sorgen so für eine schnelle und gute Verbindung in die umliegenden Städte.“

Taktverdichtung auch für die Buslinie 385

Neben der Taktverdichtung auf den Straßenbahnlinien 301 (Gelsenkirchen Hauptbahnhof und Essener Straße) und 302 (Gelsenkirchen-Buer Rathaus und Bochum-Laer Mitte/-Langendreer S) wird auch der Takt auf der Buslinie 389 verdichtet, zwischen den Haltestellen GE Hbf Bochum-Wattenscheid ist die Linie zukünftig in der meisten Zeit alle 15 Minuten im Einsatz statt wie bisher alle 20 Minuten. Die Strecke der Buslinie 385 wurde verlängert, Fahrgäste können zukünftig direkt vom Gelsenkirchener Hauptbahnhof über Herne nach Bochum-Riemke fahren.

Dazu kommen einige Haltestellenumbenennungen: So wird etwa auf den Linien 342 und 399 aus der Haltestelle „Fachhochschule“ die „Westfälische Hochschule“; diese Umbenennung betrifft auch die bisherige Haltestelle „Neidenburger Straße“ der Linie 396. Auf der Linie 342 erhält die bisherige Haltestelle „Weidenstraße“ den neuen Namen „Hof Holz“.

Bereits unterwegs: die neue Buslinie 388

Bereits im Juli gestartet ist die neue Buslinie 388, die auf direktem Weg die Stadtteile Feldmark und Rotthausen verbindet. Sie wurde auf Wunsch der Bürgerinnen und Bürger bei der Weiterentwicklung des Nahverkehrsplans eingerichtet und ist zunächst für eine dreijährige Testphase geplant. Bereits jetzt nutzen täglich rund 500 Fahrgäste das neue Angebot.

Für Fahrgäste, die sich bereits vor dem Start des neuen Netzes über ihre Verbindungen informieren wollen, stellt die Bogestra alle Fahrplandaten ab dem 15. Oktober in der Elektronischen Fahrplanauskunft des VRR zur Verfügung. Die Daten können zum Beispiel mit Eingabe der Wunschhaltestellen über die „Mutti“-App der Bogestra abgerufen werden.

Einen ersten kurzen Überblick über alle Linienänderungen erhalten die Fahrgäste bereits heute auf der Kampagnensite: wirbringendichhin.de

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