Soul-Pop-Rock-Abend

Mit Tiefe und Pfeffer: Richetta Manager im Hans-Sachs-Haus

Torben Beerboom und Richetta Manager mit Musikern des Rock Orchesters Ruhrgebeat und Background-Sängerinnen beim Konzert im Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus.

Torben Beerboom und Richetta Manager mit Musikern des Rock Orchesters Ruhrgebeat und Background-Sängerinnen beim Konzert im Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus.

Foto: Frank Oppitz

Gelsenkirchen-Altstadt.   Vor ausverkauftem Haus zeigte sich Richetta Manager höchst vielseitig. Torben Beerboom und Musiker des Rockorchesters unterstützen sie perfekt.

Eine energiegeladene Stimme, die man garantiert nicht so schnell vergisst: Richetta Manager hatte zusammen mit dem Gelsenkirchener Pianisten Torben Beerboom und Musikern des Rock Orchesters Ruhrgebeat zum Konzert ins Hans-Sachs-Haus geladen. Dem Aufruf waren viele gefolgt, so dass die musikalische Veranstaltung, ausgerichtet von der Interessengemeinschaft kulturschaffender Musikerinnen und Musiker in Gelsenkirchen (IkM-GE e.V.), ausverkauft war.

Aretha Franklins „You Make Me Feel Like“

Manager und Beerboom präsentierten gemeinsam ihr erstes Album „What Feelings Sound Like“ – das Einflüsse aus Rock, Pop, Jazz und Soul hörbar vereint. Interpretiert wurden neben selbstgeschriebenen und komponierten Stücken auch bekannte Ohrwürmer. Aretha Franklins „You Make Me Feel Like“ wechselte mit Joe Cockers „Unchain My Heart“ oder dem Stück „Stand By Me“ von Ben E. King. Bei dem Gospel angehauchten Song „Better Day“ stand das Publikum auf und klatschte mit. Bei „Farewell My Love“ sang Richetta über eine Ex-Liebe.

Gute Mischung an Uptempo-Songs und Balladen

Mal stand Manager mit dem Pianisten und Komponisten Beerboom für eine Ballade allein auf der Bühne, dann kamen die drei Backgroundsängerinnen mit ihren helleren Stimmen für eine poppigere Nummer hinzu, oder es wurde es rockig durch die Begleitung der fünf Musiker des Rockorchesters. Durch die gute Mischung an Uptempo-Songs und Balladen, Bekanntem und Unbekanntem wurde es nie langweilig. Auch begeisterte der Gastauftritt zweier Freunde der Sängerin. Die beiden Musiker, Vater und Sohn, zupften die Saiten ihrer Akustikgitarren für drei Lieder, als ginge es um Leben und Tod. Die spanischen Klänge erinnerten dabei stark an einen wilden Stierkampf.

Sängerinnen wie Tina Turner oder Whitney Houston

„Es ist schön, wieder zu Hause zu sein“, so Richetta Manager, die in Amerika geboren und aufgewachsen ist und für ihre langjährige Karriere als Opernsängerin am Musiktheater nach Gelsenkirchen gezogen war. Ihre afroamerikanischen Einflüsse waren während des Konzerts unüberhörbar. Soulig, mit Tiefe und Pfeffer: Hier und da erinnerte Managers Stimme an Sängerinnen wie Tina Turner oder Whitney Houston. Mehrmals wechselte die lebensfrohe Sängerin an dem Abend ihr Outfit. Gestartet mit weißem langem Kleid, trug sie auch mal Perücke oder als selbsternannter „Gangster“ Hut, Sonnenbrille und eine Zigarre in der Hand.

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