Prävention

Zahl der Taschendiebstähle in Gelsenkirchen bleibt hoch

Durchschnittlich vier Taschendiebstähle verzeichnet die Gelsenkirchener Polizei pro Tag.

Durchschnittlich vier Taschendiebstähle verzeichnet die Gelsenkirchener Polizei pro Tag.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Die Zahl der Taschendiebstähle in Gelsenkirchen bleibt hoch. Die Polizei geht 2019 von bislang fast 740 Fällen aus. So kann man sich schützen.

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Überall da, wo viele Menschen zusammenkommen und Gedränge herrscht, finden Taschendiebe ihre Opfer, warnt die Polizei Gelsenkirchen. In der Stadt waren Diebe im vergangenen Jahr laut Kriminalstatistik 1400-mal erfolgreich. Das sind durchschnittlich vier Taschendiebstähle pro Tag. „Auch in 2019 sieht es bislang nicht besser aus. Im ersten Halbjahr wurden hier fast 740 Taten angezeigt. Vorzugsweise agieren die Diebe in den Fußgängerzonen, in Geschäften, auf den Flohmärkten sowie in Bussen und Straßenbahnen“, so Polizeisprecher Christopher Grauwinkel. Belastet seien insbesondere die Altstadt, Buer und Erle.

In Menschenmengen misstrauisch sein

Am häufigsten, stellen die Ermittler fest, werden Geldbörsen mit Bargeld sowie Ausweisdokumenten und Mobiltelefone gestohlen. Schon einfache Verhaltensmaßnahmen, so die Polizei, sind geeignet, Taschendiebstähle zu verhindern. Ihre Tipps: In Menschenmengen sollte man damit rechnen, dass Diebe einen ablenken wollen, um zu stehlen. Deshalb solle man misstrauisch sein, wenn man von Unbekannten angesprochen wird, auf jeden Fall aber immer Wertsachen und Dokumente nicht in der Handtasche bei sich, sondern verteilt in verschlossenen Innentaschen der Oberbekleidung mitführen. Empfehlenswert seien auch Brustbeutel, Gürtelinnentaschen oder Geldgürtel.

Niemals die PIN notieren und mitnehmen

Hand- oder Umhängetaschen sollten stets verschlossen unter dem Arm geklemmt und mit dem Verschluss zum Körper getragen werden. In Geschäften, Fußgängerzonen oder ähnlich belebten Bereichen sollten auch Rucksäcke immer verschlossen unter dem Arm getragen werden. Weitere „Klassiker“: Wertgegenstände wie Geldbörse, Mobiltelefon und Schlüssel gehören nicht in die Einkaufstasche, den Einkaufskorb oder Einkaufswagen, ebenso sollte man sie aus Kleidungsstücken, die an Garderoben oder über Stuhllehnen gehängt werden, entfernen. Taschen sollten im Restaurant sicher auf dem Schoß oder auf dem Boden fixiert zwischen den Füßen stehen.

Präventionsexperten der Polizei geben Rat

Weitere Tipps: Mobiltelefon nicht offen auf den Tisch legen. Nur soviel an Bargeld mitnehmen, wie man tatsächlich braucht. Und: Notieren sie sich die Daten Ihrer Geldkarten (Kontonummer und Bankleitzahl) und die Geräte-Nummer (IMEI) ihres Handys, aber nehmen sie die Notizen niemals mit, sondern bewahren sie sie sicher Zuhause auf. Den vierstelligen PIN-Code von Debit- oder Kreditkarten sollte man sich auf jeden Fall merken – und keinesfalls notieren und in die Geldbörse stecken. Beratung von Präventionsexperten der Polizei unter 0209 365-8410

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