Integration

CDU: Kritischer Diskurs im Integrationsrat reicht nicht aus

Wenn es im Integrationsrat um kritische Diskurse wie Hochzeitkorsos oder ernstzunehmende Defizite in der deutschen Sprache bei Kindern gehe, blieben viele Stühle leer, kritisiert die CDU.

Wenn es im Integrationsrat um kritische Diskurse wie Hochzeitkorsos oder ernstzunehmende Defizite in der deutschen Sprache bei Kindern gehe, blieben viele Stühle leer, kritisiert die CDU.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  CDU reagiert auf die Stellungnahme von Bahtiyar Ünlütürk. Sie kritisiert, dass viele Integrationsrats-Mitglieder nicht an Sitzungen teilnehmen.

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Die CDU hält den Integrationsrat offenbar nicht für das entscheidende Gremium, wenn es um das Thema Integration geht. In einer Reaktion auf die Stellungnahme des Integrationsratvorsitzenden Bahtiyar Ünlütürk schreibt die CDU: „Es reicht nicht, im Integrationsrat einen kritischen Diskurs zu führen oder Informationen zu geben.“

In der Regel nähmen nicht alle Mitglieder an den Sitzungen teil, oder die Diskussionen und Informationen kämen bei den Menschen mit Migrationshintergrund, die der Integrationsrat vertrete, nicht an.

Bei Eigeninteressen seien Vereinsvertreter zahlreich anwesend

Im WAZ-Interview hatte Parteichef Dietmar Drosdzol kritisiert, dass Themen wie gescheiterte Integration oder Hochzeitskorsos nicht angesprochen werden dürften. Ünlütürk hatte daraufhin betont, dass im Integrationsrat sehr wohl Debatten darüber geführt worden seien.

Wenn es um Eigeninteressen bestimmter Migrantenvereine gehe, wie beim Thema Abschaffung des Ramadanfestes vor dem Rathaus und Einführung des Festes der Kulturen oder den Islamischen Religionsunterricht an den Grundschulen, seien Vertreter dieser Vereine meistens zahlreich im Saal als Zuhörer bei den Integrationsratssitzungen anwesend, so CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Rademacher und Müzeyyen Dreessen, Mitglied im Integrationsrat, weiter.

Jedoch nicht, wenn es um kritische Diskurse wie Hochzeitkorsos oder ernstzunehmende Defizite in der deutschen Sprache bei Kindern gegangen sei. Auch in regulären Ausschüssen, an denen Vertreter des Integrationsrates als beratende Mitglieder teilnehmen können, sehe man sie kaum, geschweige denn bei sonstigen Veranstaltungen und Vorträgen in der Stadt, bei denen ein kritischer Diskurs geführt werde.

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