Kommentar

Corona: Jetzt muss schnell Transparenz geschaffen werden

Foto: WAZ

Gladbeck  Inzidenzwert in Gladbeck ist extrem hoch. Das beunruhigt viele Menschen. Daten müssen jetzt transparent gemacht werden. Ein Kommentar.

Der Inzidenzwert in der Stadt ist so hoch, dass er bundesweit wieder ganz vorne mit dabei ist. Das beunruhigt. Und wirft viele Fragen auf. Wieso Gladbeck so stark betroffen ist, dazu gibt es bisher keine offizielle Erklärung. Das bietet Nährboden für Spekulationen.

+++ Nichts verpassen, was in Gladbeck passiert: Hier für den täglichen Gladbeck-Newsletter anmelden. +++

Die Stadt Gladbeck gibt bislang keine statistischen Daten zu den heraus, sie beruft sich auf fehlendes Personal, das eine solche Analyse erstellen könnte. Das ist fatal. Denn einige Menschen gewinnen den Eindruck, dass so etwas verheimlicht werden soll. Das darf nicht sein.

Es besteht die Gefahr, dass einige Menschen ein Ungerechtigkeitsgefühl entwickeln

Es ist wichtig, die Faktenlage zu kennen. Nur wer weiß, wo und wie Infektionen geschehen, kann darauf entsprechend reagieren. Zudem besteht die Gefahr, dass einige ein Ungerechtigkeitsgefühl entwickeln und das Verständnis verlieren, wenn sie das Gefühl haben, dass sich nicht alle an geltende Regeln halten. Gerade in der jetzigen Situation aber müssen alle an einem Strang ziehen.

Bestimmte Personengruppen dürfen nicht zu Unrecht an den Pranger gestellt oder ganze Bevölkerungsgruppen über einen Kamm geschert werden. Allerdings sollte auch nicht die Mehrheit, die sich an die Regeln hält, an der Regelmissachtung einiger Menschen leiden müssen. Wenn es aber Probleme gibt, müssen diese offen benannt werden.

Lesen Sie auch:


Streit um Gründe für hohe Infektionszahlen in Gladbeck

Corona: Stadt will die Maskenpflicht ausweiten

Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist an Corona erkrankt

Weitere Nachrichten aus Gladbeck finden Sie hier.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben