Foto-Ausstellung

Die Alte Spedition in Gladbeck zeigt erstmals Fotografie

Berta Walter-Hamza (li.) zeigt ihre Fotografien in der Alten Spedition von Galeristin Caroline Dumpe (re.).

Berta Walter-Hamza (li.) zeigt ihre Fotografien in der Alten Spedition von Galeristin Caroline Dumpe (re.).

Foto: Lutz von Staegmann

Gladbeck.   Berta Walter-Hamza stellt in der Galerie an der Ringeldorfer Straße ab dem 15. September ihre „Licht-Momente“ aus. Erlös geht ans Friedensdorf.

„Licht-Momente“ eröffnet Berta Walter-Hamza Besuchern der „Alten Spedition“ am Freitag, 15. September. Mit ihrer Schau bringt die Profi-Musikerin, die jungen Leuten im Günter-Waleczek-Haus die Bratschentöne beibringt, ein Novum in die Galerie: Erstmals stellt Inhaberin Karoline Dumpe Raum für Foto-Arbeiten zur Verfügung.

Berta Walter-Hamza möchte mit ihrer Schau das Friedensdorf Oberhausen finanziell unterstützen – quasi ein Geschenk zum 50. Geburtstag der Einrichtung. Die Vernissage beginnt um 19.30 Uhr.

Seit ihrer Jugend ist die Gladbeckerin mit der Kamera unterwegs

20 Fotografien werden in der „Alten Spedition“ hängen. Seit ihrer Jugend ist Berta Walter-Hamza mit der Kamera unterwegs, hat ihre Technik immer wieder verfeinert. Ihre Motive findet die gebürtige Ansbacherin auf vielen Reisen und Ausflügen, beispielsweise in Italien und Frankreich. Aber auch hierzulande. So zieht eine Aufnahme aus dem Kölner Dom die Aufmerksamkeit auf sich: das Richter-Fenster in seiner schier überwältigenden Farbpracht, das durch die Sonne seine Strahlkraft leuchten lässt.

Und das ist es, das Berta Walter-Hamza fasziniert, das Spiel von Licht und Schatten. Sie nimmt diesen Kontrast in den Blick. Dabei ist diese Wechselwirkung nicht immer als greifbare Realität zu verstehen, sondern durchaus auch im übertragenen Sinne gemeint.

„Ausblick, Einblick, Durchblick“

Man schaue nur auf das scheinbar gegensätzliche Paar „Vergangenheit und Gegenwart“, wie bei einem Motiv aus einer belgischen Klosteranlage. Dort hat der sprichwörtliche Zahn der Zahn kräftig genagt. Die einzigen Spuren von Leben in der Ruine hinterlassen Pflanzen: Sie ranken in den Gebäude-Resten, setzen sich in Ritzen fest. Aus einem Turm ohne Dach hat Berta Walter-Hamza ein Bild gen Himmel geschossen. Da bekommt der Untertitel zur Ausstellung – „Ausblick, Einblick, Durchblick“ – eine vielschichtige, doppeldeutige Bedeutung.

Für die Hobby-Fotografin sagt über ihre „Licht-Momente“: „Dieser Begriff bedeutet in übertragenen Sinne alles, was unser Leben reich und schön macht.“ Und unser Dasein bestehe eben aus Licht und Schatten, guten und schlechten Zeiten.

>> ERLÖS FÜRS FRIEDENSDORF

  • Jedes Exponat steht zum Verkauf und ist mit einem Grundpreis ausgezeichnet. Galeristin Dumpe: „Jeder kann und sollte diesen aufstocken.“
  • Was über dem Sockelbetrag liegt, fließt an das Friedensdorf in Oberhausen.

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