Frauentag

"Frauenleben" in Gladbeck für eine Ausstellung gesucht

Aus den 1980er Jahren stammt diese Aufnahme aus dem Bestand des Museums Gladbeck: Junge Frauen in der Ausbildung beim Technischen Hilfswerk.

Aus den 1980er Jahren stammt diese Aufnahme aus dem Bestand des Museums Gladbeck: Junge Frauen in der Ausbildung beim Technischen Hilfswerk.

Foto: Stadt Gladbeck

Gladbeck  Museum und Gleichstellungsstelle wollen zum Internationalen Frauentag digital Alltagsfotos zeigen. Einsendeschluss: 29. Januar.

Es ist noch gar nicht so lange her, da mussten Frauen sich das Einverständnis ihres Ehemannes holen, wenn sie eine Arbeitsstelle antreten wollten. Die Wahl zwischen Küche und Karriere - gab es die für Gladbeckerinnen überhaupt? Welche beruflichen Möglichkeiten bestanden früher? Eine digitale Ausstellung - wegen der - rund um den Internationalen Frauentag am 8. März will tief eintauchen in das pralle Leben der Stadt aus weiblicher Sicht - dabei ist Unterstützung aus der Bevölkerung gefragt.

Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Ulla Habelt und Alexander Borchard, Leiter des Museums in Wittringen, möchten in ihrer gemeinsamen Schau die Geschichte(n) von Frauen in Gladbeck erzählen. Denn, darin sind sich beide einig: Die Lokalhistorie ist männlich geprägt. Kaum verwunderlich, spielt hier doch der Bergbau eine zentrale Rolle. Doch welchen Part übernehmen Frauen? Dieser Frage will Ulla Habelt seit einiger Zeit nachgehen. Die Gleichstellungsbeauftragte berichtet: "Die Idee zu solch einer Ausstellung hatte ich schon im Jubiläumsjahr, zum 100. Geburtstag der Stadt Gladbeck." Sie habe das Projekt aber zunächst verworfen, "weil es so viele andere Aktionen gab". Borchard hatte einen ähnlichen Plan, jetzt kann das Duo den Gedanken in die Tat umsetzen. Titel: "FrauenLeben in Gladbeck".

Gladbeck: Welche Fotos schlummern in Familienalben und verstaubten Kisten?

Frau oder Fräulein? Job oder Ehe? Kind oder Kultur? Politik oder Party? Sport oder Spaß? Fotos von Müttern, Großmüttern, Urgroßmüttern, Schwestern, Töchtern, Enkelinnen oder sich selbst sind willkommen. Private Schätze aus Alben, Einblicke ins Familienleben, die vielleicht Jahre in vergessenen Kartons schlummerten, das wollen die Gleichstellungsbeauftragte und der Museumschef präsentieren. "Am liebsten Alltagsfrauen, beispielsweise in der Landwirtschaft oder vielleicht auch sogar im Bergbau", sagt Habelt. Borchard ergänzt: "Männer dürfen sich auch beteiligen und uns Bilder schicken."

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Nicht vergessen: ein paar kurze Informationen, wer auf dem Foto abgelichtet ist (Vor- und Zuname), was darauf zu sehen ist, wann und wo es in welcher Situation entstand. Die schönsten Beiträge will die WAZ-Lokalredaktion Gladbeck aufgreifen.

Gladbeckerinnen erzählen die Geschichte hinter den Bildern

"Im März, rund um den Internationalen Frauentag, werden wir auf der Museumswebsite eine Bilder- und Geschichten-Galerie zeigen", sagt Borchard. Außerdem ist die Veröffentlichung über Facebook und Instagram geplant.

Einsendeschluss ist der 29. Januar

Wer das Projekt mitgestalten möchte, kann seinen Beitrag bis zum Freitag, 29. Januar, schicken: per E-Mail an museum@stadt-gladbeck.de oder per Post an Tanja Karpa in der Gleichstellungsstelle, Altes Rathaus, Willy-Brandt-Platz 2, 45964 Gladbeck. Für alle, die mitmachen, gelten folgende Voraussetzungen: Die Urheberrechte der Fotos müssen bei den Teilnehmerinnen liegen. Zudem müssen die Bilder in Gladbeck entstanden sein.

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