Ausbau der B 224

Gladbeck: Bürgerforum fordert zu Einwänden gegen A 52 auf

Das Bürgerforum Gadbeck ruft auf zur kritischen Begleitung der Planoffenlage, die über den Ausbau der B 224 zur A 52 informiert.

Das Bürgerforum Gadbeck ruft auf zur kritischen Begleitung der Planoffenlage, die über den Ausbau der B 224 zur A 52 informiert.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Bürger sollten anlässlich der Planoffenlage Stellung gegen das Projekt beziehen. Vorsitzender Marißen: „Ein nicht mehr zeitgemäßes Projekt.“

Das Bürgerforum Gladbeck fordert die Bürger anlässlich der Planoffenlage für die A 52 (südlich der A 2 und Autobahnkreuz) dazu auf, sich erneut „mit Einwendungen gegen das Vorhaben zur Wehr zu setzen“. Es sei, so Dr. Norbert Marißen vom Vorstand des Bürgerforums, mehr denn je Sache der Gladbecker Bürger, „das aus der Zeit gefallene, für den Verkehr der Zukunft nicht erforderliche Großprojekt zu verhindern“.

Nach Auffassung des Bürgerforums ist die geplante A52 „ein nicht gut zu machender Schaden für die Stadt, die hier wohnenden Menschen und die örtliche Wirtschaft“. Schon aus der offiziellen Stellungnahme der Stadtverwaltung zum Planfeststellungsverfahren ergebe sich, dass das Kreuz an sich schon schlimme Nachteile für Gladbeck hätte und es deshalb so wie geplant nicht gebaut werden dürfe.

Bürgerforum vermisst Informationen über den „Deckel“ und die Baustellenlogistik“

Dramatischer sei aber, dass der Straßenbaubetrieb keinerlei Vorstellungen für die Weiterführung der Straße nördlich des Kreuzes durch die Gladbecker Innenstadt präsentiere, obwohl auf diesem für die Anwohner besonders kritischen Abschnitt mit einer Verdopplung des Lkw-Verkehrs gerechnet werden müsse. Die Unterlagen enthielten insbesondere keinerlei Zusage des für die Autobahn verantwortlichen Bundes zu Bau und Finanzierung eines Tunnels und für die Ausgestaltung eines dazu gehörenden städtebaulich wünschenswerten „Deckels“.

In den Unterlagen fehle zudem jeglicher Lösungsansatz für die massiven Verkehrs- und Wirtschaftsprobleme der Stadt in der nach Meinung von Experten mindestens zehnjährigen Bauzeit. Auch werde die angebliche mündliche Zusage von Verantwortlichen des Bundes, dass das Autobahnkreuz nur zusammen mit der sich nördlich anschließenden Querung der Innenstadt gebaut werde, in den ausgelegten Planungen nicht bestätigt.

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