Chorprojekt

Gladbecker beteiligen sich am Musical „Martin Luther King“

Der Gladbecker Projektchor „Dream“ probt unter der Leitung von Kreiskantor Matthias Uphoff für das Chormusical „Martin Luther King“. Foto:Oliver Mengedoht

Der Gladbecker Projektchor „Dream“ probt unter der Leitung von Kreiskantor Matthias Uphoff für das Chormusical „Martin Luther King“. Foto:Oliver Mengedoht

Gladbeck.   160 Vertreter aus dem Kirchenkreis Gladbeck/Bottrop/Dorsten sind an der Uraufführung des Mammut-Musicals in der Essener Grugahalle beteiligt.

160 Chorsänger sind an diesem Abend in der Christuskirche versammelt. Sie stammen aus dem Kirchenkreis Gladbeck/Bottrop/Dorsten, einige auch aus Herne, Bochum und der weiteren Umgebung. Ihr gemeinsames Ziel ist die Grugahalle in Essen. Dort werden sie im Februar an der Uraufführung des Chormusicals „Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt“ teilnehmen – als ein Teil des 2400-köpfigen Gesamtchores.

Es erklingen Gospels

Thomas Bednarz, der Organisator des Projektchores „Dream“, startet über sein Mischpult das instrumentale Playback zur Ouvertüre des Musicals. Der Chor beginnt zu singen, Kreiskantor Matthias Uphoff dirigiert vom Keyboard aus. Der Chor beginnt mit dem bekannten Spiritual „We shall overcome“, das für Martin Luther Kings Bürgerrechtsbewegung immer von großer Bedeutung war.

Später wird das Musical auch mit anderen Klängen die Geschichte des prominenten Bürgerrechtlers und Friedensnobelpreisträgers erzählen: weitere Spirituals wie „Go down, Moses“, vertonte Bibel-Verse wie „Es ströme das Recht wie Wasser“ und auch Liebeslieder zwischen Martin und Coretta. Die Titelperson wird später auch von Gottes Geist mit dem Gesang „Let my people go“ – „Lass mein Volk gehen“ – zum Bus-Boykott von Montgomery (1955/56) aufgerufen.

Ermöglicht hat dieses Projekt die Stiftung Creative Kirche in Witten. Diese hat in der Vergangenheit auch die Pop-Oratorien „Die zehn Gebote“ und „Luther“ aufgeführt, an denen mehrere zehntausend Sänger teilgenommen haben. Ende September wird der 2400-köpfige Gesamtchor des Musicals „Martin Luther King“ zum ersten Mal gemeinsam proben – etwa ein halbes Jahr nach dem 50. Todestag der Hauptperson.

Geschichte immer noch aktuell

Eine der Chorsängerinnen, die an diesem Tag in der Christuskirche die zweite von sechs Proben dieses Projektchores absolviert, ist Daniela Mathey-Dworak. Sie ist Mitglied im Evangelischen Kirchenchor Rentfort und im Zweckeler Gospelchor „Morning Star“. „Die Songs sind sehr eingängig und mitreißend, gleichzeitig voller historischer Informationen“, erzählt sie. Sie findet: „Die Geschichte Martin Luther Kings ist heute leider immer noch aktuell – angesichts der politischen Lage.“

Intensive Recherche

Die Texte des Musicals stammen aus der Feder von Andreas Malessa. Wie die Titelperson ist er auch baptistischer Pastor. „Für die Musical-Texte hat er intensiv recherchiert und sogar Kings Tochter interviewt“, berichtet Thomas Bednarz. Mit den Erlösen aus dem Musical unterstützt die Stiftung Creative Kirche Projekte für Menschenrechte, unter anderem zum Aufbau einer Wasserversorgung in Kenia. So will sie die Welt dem viel zitierten Traum Martin Luther Kings von mehr Gerechtigkeit und Menschenwürde näher bringen.

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