Volkstrauertag

Gladbecker Volkstrauertag: Frieden ist unser wichtigstes Gut

Viele Menschen nahmen am Sonntag an der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Wittringen teil. Das Bläserensemble der städtischen Musikschule gestaltete den musikalischen Rahmen.

Viele Menschen nahmen am Sonntag an der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Wittringen teil. Das Bläserensemble der städtischen Musikschule gestaltete den musikalischen Rahmen.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Viele Gladbecker haben am Sonntag in Wittringen den Opfern von Krieg und Gewalt gedacht. Erstmals hielten auch Schüler eine Rede am Ehrenmal.

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Das Gedenken an die Vergangenheit bringt Menschen zusammen. So kamen auch am diesjährigen Volkstrauertag wieder viele Gladbecker nach Wittringen, um gemeinsam den Opfern von Krieg und Gewalt zu gedenken. In dem Schweigemarsch zum Ehrenmal, befanden sich neben Vertretern aus Politik und Verwaltung auch Mitglieder sämtlicher Gladbecker Schützenvereine, Anhänger vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge, Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Realschule sowie Teile der Reservistenkameradschaft Bottrop-Gladbeck und einige Bürger.

Die größte Besonderheit bei der Versammlung am Ehrendenkmal war, dass neben Bürgermeister Ulrich Roland, erstem Beigeordneten Rainer Weichelt und Ulrich Elsen, Schulleiter der Erich-Kästner-Realschule, auch zwei Schüler und eine Schülerin die Gedenkreden hielten. Gebannt lauschten die Anwesenden bei winterlichen Temperaturen Ulrich Elsen, der über die Jugend seines Vaters zur Zeit des Zweiten Weltkriegs erzählte. Als Schüler wurde sein Vater damals zum Kriegsdienst abgestellt, wurde jedoch von seiner Mutter gerettet und versteckt, bis der Krieg vorbei war. Andere Kollegen seines Vater hatten laut Elsen nicht so viel Glück.

Frieden, Freiheit und Gleichheit. Das waren die drei großen Schlagworte, die immer wieder fielen

Heute könnten Jugendliche weitestgehend in Frieden leben. Mit diesen Worten übergab Elsen an Nick Kreupel, Collin Carla und Felina Anton. Die Schüler wurden im Deutschunterricht mit dem Thema „Krieg“ konfrontiert und machten klar, dass der Frieden, den sie erleben, nicht selbstverständlich ist. Sie verwiesen auf andere junge Menschen, wie die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai, die nicht so viel Glück haben. Frieden, Freiheit und Gleichheit. Das waren die drei großen Schlagworte, die am Sonntag immer wieder fielen. „Frieden ist unser wichtigstes Gut“, so Felina Anton.

An dem Ort von Erinnerung und Gedenken sprach auch Bürgermeister Ulrich Roland sein Mitgefühl für alle Opfer von Krieg, Terrorismus, Fremdenhass und Gewalt aus. Auch er merkte an, dass es heutzutage noch zu viele Menschen auf der Welt gibt, die darunter leiden müssen. Zum Abschluss legten die Schüler zusammen mit Ulrich Roland und Rainer Weichelt Blumenkränze an dem Steinkopf in der Mitte des Denkmals nieder. Weichelt, Geschäftsführer des Gladbecker Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, löste die Versammlung mit dem Wunsch auf, dass sich auch nächstes Jahr wieder viele Menschen im Zeichen des Friedens in Wittringen versammeln werden.

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