Konzert gegen Rechts

Johannes-Kessels-Akademie ruft zum Rock gegen Rechts auf

Die Schülerband J-Kademy der Johannes-Kessels-Akademie Gladbeck gehörte zu den jungen Musikern, die für Toleranz und gegen Hass spielten.

Die Schülerband J-Kademy der Johannes-Kessels-Akademie Gladbeck gehörte zu den jungen Musikern, die für Toleranz und gegen Hass spielten.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Junge Musiker traten im Maxus auf. Der Gesamterlös des Festivals soll an Organisationen gehen, die sich für Toleranz und Flüchtlinge engagieren.

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Junge Leute der Johannes-Kessels-Akademie machen sich stark für ein friedliches Miteinander. Und das tun sie mit Musik. Sie spielten jetzt, mit anderen Band, im Maxus gegen Intoleranz und (rechte) Hetze. Tenor und Titel des Festivals: „JKA for Tolerance – keinen Millimeter nach rechts“.

Das Engagement der Musiker und Sänger sollte jedoch nicht mit dem letzten Ton verklingen. Jan Heckenberger vom Organisations-Team wies darauf hin, dass der Gesamterlös des Abends an zwei Organisationen gespendet wird, die sich für Toleranz und Flüchtlingsarbeit einsetzen.

Das Festival „Rock of Tolerance“ erlebte seine zweite Auflage

„Unser Schlagzeuger hat sich was eingefangen und liegt flach.“ Diese Hiobsbotschaft der Band „Die Huppie Fluppies“ erreichte Sandra Tweer vom Organisationsteam der Johannes-Kessels-Akademie (JKA) am Morgen vor Beginn der Veranstaltung. Zu diesem Zeitpunkt war noch ungewiss, ob der Auftritt der Band überhaupt über die Bühne gehen würde.

Sicher war aber, dass die Bands sich gegen Rechts stark machen wollten. Aus diesem Grunde luden Teile der Schülerschaft der Johannes-Kessels-Akademie mit Unterstützung ihrer Lehrer Sandra Tweer und Matthias Schwark zum zweiten Mal zum „Rock for Tolerance“ in das Jugendzentrum „Maxus“ ein.

Schüler der Johannes-Kessels-Akademie rufen zu mehr Toleranz auf

Nachdem die Schüler der JKA Gladbeck im Vorjahr nach den Vorkommnissen in Chemnitz und anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht mit ihrem Konzert zu mehr Toleranz aufgerufen hatten, entschied man sich, auch in diesem Jahr wieder ein „Rock for Tolerance“ durchzuführen – diesmal mit Blick auf den 30. Jahrestag des Mauerfalls.

Den Auftakt des Abends gestaltete, wie auch schon im vergangenen Jahr, die Schulband: „J-Kademy“. Sängerin Scarlet Korth (17): „Uns gibt es erst seit einem Jahr, wir haben uns für das Konzert ,Rock für Tolerance’ zusammengefunden.“ Erst kürzlich stand die Band im Dröhnschuppen bei „School of Rock“ auf der Bühne, im Gepäck Stücke von Bands wie Metallica und Solokünstlern wie Amy Winehouse. Auch beim Festival gegen Rechts an ihrer Schule erklangen Coversongs. Und etwas eigenes hatten die jungen Musiker ebenfalls in petto: den Song „Choices“.

Für die Gruppe „MaDDoxx“ war der Bühnenauftritt eine Premiere. Eine gelungene, wie die Konzertbesucher fanden, denn die Mitglieder wussten mit Rock- und Punksongs sowie eigenen Stücken zu überzeugen.

Musikalische Zeitreise entführte in die New-Wave-Ära

Eine Zeitreise in die 80er Jahre unternahm das Dark Wave/New-Wave-Duo „Magnetband“ mit dem Publikum. Die Gäste aus Gelsenkirchen entführten die Musik-Fans mit atmosphärischen Gitarrenriffs und Synthie-Sound in eine Welt voller Neonlicht und Rauch. Das hinterließ bei den Besuchern richtig Eindruck.

Das nächste Festival ist bereits für das Jahr 2020 geplant

Die Band „about:blank“ war Headliner des Festivals. Markus Schnellert (Gitarre), Klaus Lelgemann (Drums) und Florian Lelgemann (Bass und Vocals) heizten dem Publikum des Maxus’ mit ihren Grungecore-Klängen ordentlich ein.

Und die „Huppie Fluppies“? Die konnten glücklicherweise doch noch auftreten. Ihr Schlagzeuger biss tapfer die Zähne zusammen und kam extra für die Zeit des Auftritts nach Gladbeck. Als Vorband des Headliners animierte die Combo die Festivalbesucher mit (Punk)-Klassikern wie „Friday, I’m in Love“ oder „Das Schlimmste“ von den „Kassierern“ zum Feiern und Tanzen.

Die Organisatoren freuen sich über die Unterstützung des Maxus-Teams

„Das war ein rundum gelungener Abend dank der tatkräftigen Unterstützung des ,Maxus‘-Teams, unserer Schülerinnen und Schüler und natürlich der Bands“, sagte Matthias Schwark nach Ende der Veranstaltung. „Wir freuen uns schon auf das nächste Mal im November 2020.“

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