Rock-Konzert

Junge Bands heizen bei „School of Rock“ Musikfans ein

Freuen sich auf die Premiere des Konzertes „School of Rock“ im Gladbecker Dröhnschuppen (v.l.): Scarlet Korth, Marius Esser und Latifa Sharif von der Band J-Kademie sowie die städtische Kinder- und Jugendbeauftragte Sarah Kimmeskamp und Markus Kellermann, Vorsitzender des Fördervereins Rockmusik.

Freuen sich auf die Premiere des Konzertes „School of Rock“ im Gladbecker Dröhnschuppen (v.l.): Scarlet Korth, Marius Esser und Latifa Sharif von der Band J-Kademie sowie die städtische Kinder- und Jugendbeauftragte Sarah Kimmeskamp und Markus Kellermann, Vorsitzender des Fördervereins Rockmusik.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Das Konzert im Dröhnschuppen Gladbeck erlebt am 26. Oktober seine Premiere. Zu hören sind Logan, J-Kademie, Big Politics und Stepfather Fred.

So schön es sein mag, vor Freunden, Klassenkameraden und Verwandten in die Tasten oder Saiten zu greifen – welche Jungmusiker haben in ihren wilden Träumen nicht einmal die große Bühne vor Augen? Den Auftritt vor – hoffentlich rund 200 – Musikfans will der städtische Jugendrat Bands verschaffen, die sich aus Mitgliedern ab zwölf Jahren zusammensetzen. Unter dem Titel „School of Rock“ sind sie am Samstag, 26. Oktober, im Dröhnschuppen zu hören.

„Wir haben Bewerbungen aus Gladbeck und Umgebung bekommen“

„Wir wollen jungen Leuten eine Bühne bieten“, sagt Markus Kellermann. Der Vorsitzende des Fördervereins Rockmusik mit aktuell 32 Mitgliedern erzählt: „Die Idee zu ,School of Rock’ kam von unserer Schriftführerin Christel Krisch.“ Kellermann nahm „über den kurzen Draht“ Kontakt zum städtischen Jugendrat auf: mit Erfolg. Dieser stellt das Konzert auf die Beine. Eine Premiere, so Sarah Kimmeskamp. Die Kinder- und Jugendbeauftragte berichtet: „Die Veranstaltung wurde ausgeschrieben, und wir haben Bewerbungen aus Gladbeck und Umgebung bekommen.“

Darunter von J-Kademie. Die Schüler der Johannes-Kessels-Akademie in Gladbeck haben sich gleich mit zwei Videos beworben. Sängerin Scarlet (17) Korth erzählt: „Uns gibt es erst seit einem Jahr, wir haben uns für das Konzert ,Rock für Tolerance’ zusammengefunden.“ Ein Auftritt im Maxus steht bereits in der Vita der Band. Coversongs und eigene Stücke hat sie im Repertoire: „Nothing else Matters“ von Metallica ebenso wie „Valerie“ der legendären Amy Winehouse oder Punk aus der Feder der Gruppe „Feine Sahne Fischfilet“. Der Bottroper Marius Esser (26), der an der Johannes-Kessels-Akademie seine Ausbildung zum Sozialassistenten abgeschlossen hat, und Sängerin Latifa Sharif (20) betonen unisono: „Unsere Musik ist querbeet.“ Er selbst spielt Gitarre und Bass, rappt auch.

Zur E-Gitarre greift Logan, ein zwölfjähriger Schüler aus Gladbeck. „Wir erhoffen uns eine kleine Jam-Session, wenn er auftritt“, so Kimmeskamp. Vielleicht greift ja spontan ein Schlagzeuger einer anderen Band des Abends zu den Sticks und begleitet Logan? Gladbecker Studenten haben „Big Politics“ gegründet. „Sie rocken im Stil von Nirvana“, so Kellermann.

Auf Erfahrungen mit großem Publikum kann der „Headliner“ des Abends blicken: Stepfather Fred aus Bayern. „Mit ihrem Alternativ-Rock haben sie schon große Hallen gefüllt und sind auf Festivals aufgetreten“, berichtet Kellermann. Erst kürzlich sei Stepfather Fred von einer Russland-Tour zurückgekehrt.

Lampenfieber vor dem großen Auftritt haben die Mitglieder von J-Kademie nicht. Naja, vielleicht ein bisschen, gibt Latifa zu. „Aber spätestens nach dem ersten Lied ist die Aufregung vorbei“, erzählt Scarlet. Und ihr Band-Kollege Marius meint: „Etwas Adrenalin vor dem Auftritt ist doch schön.“ Eine große Resonanz wünschen sie sich für das Konzert. Sollte „School of Rock“ beim Publikum ankommen, könnten sich Kimmeskamp und Kellermann eine weitere Auflage vorstellen . . .

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