Kinderbetreuung

Abriss: Markanaheim in Hagen-Haspe macht Platz für neue Kita

Das Markanaheim in Haspe am Ende der Corbacher Straße soll abgerissen werden. An gleicher Stelle entsteht ein viergruppiger Kindergarten.

Das Markanaheim in Haspe am Ende der Corbacher Straße soll abgerissen werden. An gleicher Stelle entsteht ein viergruppiger Kindergarten.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Haspe.  Das altehrwürdige Markanaheim in Haspe wird abgerissen. An gleicher Stelle soll eine viergruppige Kita mit Veranstaltungsraum entstehen.

Im kommenden Jahr werden die Hasper Wolkenschieber im Juni am Markanaplatz noch einmal jenes Miraculum zelebrieren können, das zum Kirmesfestzug traditionell stabile Witterungsverhältnisse beschert. Im Sommer 2021 werden dann allerdings die Bagger die Szenerie am Ende der Corbacher Straße beherrschen, wenn das altehrwürdige Markanaheim dem Erdboden gleich gemacht worden ist und dort eine viergruppige Kindertagesstätte errichtet wird. Der entsprechende Mietvertrag mit der Markanaheim-Gesellschaft ist bereits für Ende Juli 2020 gekündigt.

Auch am Quambusch wird gebaut

Die Baumaßnahme, für die angesichts der schnöden Attacke auf das geliebte Brauchtum bei der Stadt Hagen niemand die Verleihung des Hasper Bolzens fürchten muss, gehört zum „Aktionsplan Kindertagesbetreuung“ und bildet den letzten Mosaikstein für den Ausbau des Angebotes in Haspe. Zuvor wird noch am Quambusch zwischen Jungfernbruch und Friedrich-Harkort-Schule der ehemalige Kindergarten wiederbelebt. Seit der Eröffnung der GWG-Kita im Quartier steht die in die Jahre gekommene kommunale Immobilie leer und ist dem Abriss geweiht. An gleicher Stelle soll jedoch ein viergruppiger Neubau entstehen, um dem Versorgungsdruck im westlichsten Hagener Stadtbezirk begegnen zu können. „Wir möchten hier im September 2020 starten können“, drängt Reinhard Goldbach, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales, aufs Tempo.

Bereits ein Jahr später soll auch am Markanaplatz das neue Angebot stehen. An der Nahtstelle zwischen Hestert und Hasper Zentrum wird der gleiche Entwurf aus dem Architekten-Büro Schmahl + Gerigk realisiert, der im vergangenen Jahr auch an der Königstraße in Altenhagen eröffnet wurde und seitdem unter der Regie der AWO steht. „Das spart nicht bloß Kosten, sondern eröffnet uns zugleich durch das flexible Raumsystem die Chance, hier eines Tages – sollten die Geburtenzahlen wieder zurückgehen – ohne großen Aufwand auch eine Tages- bzw. Seniorenpflege entstehen zu lassen“, betont Goldbach.

Spielen unter alten Bäumen

Neben dem Grund des Markanaheimes, das bereits seit den späten 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Haspern als Begegnungs- und Sozialarbeitsstätte zur Verfügung steht, wird der Kindergarten auch die angrenzende Grünanlage mit dem stattlichen Baumbestand für den Außenspielbereich belegen. „Der dortige Spielplatz ist bereits vor Jahren im Rahmen des kommunalen Konsolidierungskurses eingeebnet worden“, betrachtet dies Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser kaum als großen Verlust, „seitdem wird die Fläche lediglich noch von Hundehaltern genutzt.“

Teil der neuen Kita Markanaplatz wird auch ein Veranstaltungsraum werden, der mit seiner Teeküche und den Toiletten nicht bloß als Familienzentrum dienen soll, sondern auch die bisherigen Nutzungen des in die Jahre gekommenen Markanaheimes auffangen soll. Schließlich tagt dort bis heute noch der SPD-Ortsverein Haspe, die AWO bietet die Räume für Feierlichkeiten – auch an Privatleute – an und der Schiedsmann hält dort seine Beratungsangebote ab. Und auch die Wolkenschieber wollen an vertrauter Stätte künftig wieder für bestes Kirmes-Wetter sorgen.

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