Wohnungsmarkt

Betrugsmasche: Haus im Internet war gar nicht zu verkaufen

Zu verkaufen oder nicht? Im Internet gibt es viele Betrugsmaschen mit angeblichen Hausinseraten.

Zu verkaufen oder nicht? Im Internet gibt es viele Betrugsmaschen mit angeblichen Hausinseraten.

Foto: Guido Raith

Hagen/Bochum.   Ein Haus ist online zum Verkauf inseriert, Interessenten sollen vor einer Besichtigung 5000 Euro anzahlen: Ein Hagener wurde skeptisch – zurecht.

Es klingelt an der Tür, weil der potenzielle Käufer das Haus besichtigen will. Doch das Haus steht gar nicht zum Verkauf. Diese Situation haben ein Hagener (45) und die Bewohner eines Hauses in Bochum erleben müssen. Der Hagener war aber ohnehin schon skeptisch in Richtung Bochum gefahren, nachdem er das Angebot bei einem großen Immobilienportal im Internet entdeckt hatte. Seine Skepsis wurde bestätigt. Er erstattete bei der Polizei in Hagen Anzeige.

In der Anzeige in dem Online-Immobilienportal war das Haus angepriesen worden. Interessenten sollten aber zunächst 5000 Euro Bearbeitungsgebühr anzahlen. Klingt wie ein leicht durchschaubarer Betrugstrick, doch er hat trotzdem andernorts funktioniert, wie Polizeisprecher Ralf Bode weiß: „Wir in Hagen haben damit allerdings weniger zu tun. In großen Ballungsräumen, in denen Wohnungsknappheit herrscht, sieht das anders aus.“

Verbraucherzentrale warnt

Dort erscheint es dann den Opfern einer solchen Betrugsmasche weniger unrealistisch, dass man erst eine Anzahlung leisten soll – im Kampf um den begehrten Wohnraum scheinen viele Mittel möglich. Der Hagener allerdings ließ sich nicht blenden, überwies natürlich auch kein Geld und erstattete stattdessen Anzeige bei der Polizei.

Ob diese die Hintermänner der Betrugsmasche nun ausfindig machen kann, ist noch unklar. „Die Kollegen werden jetzt mit dem Betreiber des Portals in Kontakt treten und sich um die Daten bemühen“, sagt Polizeisprecher Ralf Bode. Meist steckten aber Hintermänner, die im Ausland säßen, dahinter. Sie kopierten entweder reale Anzeigen für ihre Zwecke und schalteten mit den Daten Anzeigen. Oder sie suchten sich wahllos Objekte aus, wie in dem Bochumer Fall.

Warnung der Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale warnt vor den unseriösen Methoden: „Egal, ob für das Zuschicken des Wohnungsschlüssels oder für eine Besichtigung: Sobald Sie aufgefordert werden, Geld im Voraus zu bezahlen, sollten Sie skeptisch werden. Seriöse Makler oder Eigentümer verlangen kein Geld, bevor Sie die Immobilie besichtigt haben.“

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