Einbruch

Betrunkener flüchtet mit Feuerwehrauto und Blaulicht

Ein 34-Jähriger schlug an zehn Rolltoren die Scheiben ein und gelangte durch eine in die Wache.

Foto: Alex Talash

Ein 34-Jähriger schlug an zehn Rolltoren die Scheiben ein und gelangte durch eine in die Wache. Foto: Alex Talash

Hagen.  Ein Mann ist bei der Feuerwehr eingebrochen, hat Spinde durchwühlt und ist mit einem Einsatzwagen abgehauen - durch ein geschlossenes Tor.

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Ein 34-Jähriger ist in den frühen Morgenstunden des 6. November in die Wache der Freiwilligen Feuerwehr in der Haßleyer Straße in Hagen eingebrochen. Er schlug an zehn Rolltoren die Scheiben ein und gelangte durch eine in die Wache. Dort durchwühlte er einen Großteil der persönlichen Spinde und diverse Schränke. Anschließend gelang es ihm, ein Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr (VW T5) zu starten.

Als er das Blaulicht einschaltete, bemerkte ihn ein Feuerwehrmann auf dem Weg zur Arbeit in der nicht besetzten Feuerwache und verständigte die Polizei. Der ertappte Einbrecher durchbrach mit dem Bulli ein geschlossenes Rolltor und fuhr auf die Straße.

Gesamtschaden beläuft sich auf rund 150.000 Euro

An der Straßenkreuzung zur Karl-Ernst-Osthaus-Straße würgte der 34-Jährige den Motor des Autos ab. Die Beamten konnten den Einbrecher aus dem Auto ziehen. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Der Mann war betrunken (0,4 Promille) und hatte keinen Führerschein. Die Polizisten ließen eine Blutprobe entnehmen.

Wie lange der Einbrecher sich in der nicht besetzten Feuerwehrwache aufhielt, ist noch unbekannt. Der Gesamtschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf zirka 150.000 Euro.

Erhebliche Auswirkungen auf die Feuerwehrarbeit

Der 34-Jährige ist nach bisherigen Erkenntnissen kein Feuerwehrmann und auch kein ehemaliger Feuerwehrmann. Es ist als nicht von einem Racheakt auszugehen. Er ist jedoch polizeibekannt und vorbestraft wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Einbruch und Sachbeschädigung.

Der Vorfall hat erhebliche Auswirkungen auf die Feuerwehr: Die drei in der Feuerwache Haßley beheimateten Löschgruppen sind nicht einsatzfähig, die Berufsfeuerwehr muss dort ein Fahrzeug stationieren, um den Brandschutz in dem Gebiet zu gewährleisten. (red)

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