Rektorin verabschiedet

Grundschulleiterin Barbara Metzger „geht niemals so ganz“

Foto: IKZ

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Oestrich. „Der Abschied von der Bartholomäusschule fällt mir schwer“, gab Barbara Metzger unumwunden zu. Und die fröhliche Feier, mit der die Schulgemeinschaft sie am Freitag in den Ruhestand entließ, dürfte es der scheidenden Rektorin nicht gerade leichter gemacht machen.

Amüsant und abwechslungsreich war das Programm, das Schüler, Lehrer, Eltern und viele Gäste (unter ihnen die 1. Beigeordnete der Stadt Iserlohn, Katrin Brenner) in der voll besetzten Turnhalle zwei Stunden lang genießen durften. Jede der zehn Lerngruppen hatte etwas darzubieten. Statt vieler Ansprachen und langer Reden gab es in herzlicher Atmosphäre vor allem Lieder, Gedichte, Turn- und Tanzvorführungen - und viele Blumengeschenke.

Fast konnte man den Eindruck haben, dass die Schüler mehr im Mittelpunkt stehen als die Hauptperson Barbara Metzger. Doch das war der scheidenden Schulleiterin, die auf einem geschmückten Stuhl Platz nehmen durfte, mit Sicherheit Recht. Hat sie doch in ihrer fast 40-jährigen Tätigkeit an der Bartholomäusschule - zuerst als Lehrerin und seit 2002 auch als Rektorin - das Wohl der Kinder mehr in den Mittelpunkt gestellt als alles andere.

„Lehrerin zu sein, war für Sie nicht einfach nur Beruf, sondern authentischer Ausdruck ihrer Persönlichkeit“, würdigte Schulrätin Sabine Stahl das Wirken von Barbara Metzger. Stets begeisterungsfähig und offen für neue Ideen, habe sie sich nicht nur intensiv für die Schule engagiert, sondern auch die Gabe besessen, andere Menschen zu überzeugen und zu begeistern.

Barbara Metzger hat im Bereich des Kunstunterrichts manches bewegt und sogar in einer Kommission auf Landesebene mitgearbeitet. Sie hat sich sehr erfolgreich an ihrer Schule für den offenen Ganztag eingesetzt und den jahrgangsübergreifenden Unterricht zu einem Vorzeigemodell entwickelt. „Heute kommen Kollegen auch aus anderen Bundesländern, um sich unsere Schule anzuschauen“, lobten OGS-Leiterin Elke Dieckmann und die designierte neue Rektorin Verena Heintz. Auf solchen Erfolgen lässt sich aufbauen, so dass Dieckmann und Heintz zu Recht aus einem „Bläck-Fööss“Lied von Trude Herr und Jürgen Fritz zitieren konnten: „Niemals geht man so ganz, irgendetwas von dir bleibt hier.“

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