Kultur

Hagen: Kulturelle Häppchen in einer langen Nacht

Ein Foto von der „Langen Nacht der Kunst“ im Oktober 2014. Auch damals wurde die Zentrale Halle bespielt.

Ein Foto von der „Langen Nacht der Kunst“ im Oktober 2014. Auch damals wurde die Zentrale Halle bespielt.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Hagen-Mitte.  Bei der „Langen Nacht der Kunst“ am 7. Dezember im Kunstquartier arbeiten Theater und Museen zusammen.

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Das Kunstquartier lädt zum dritten Mal zur „Langen Nacht der Kunst“ ein. Geplant ist ein ungezwungenes Event für jedermann. Am Samstag, 7. Dezember, werden um 19 Uhr die Türen zur Gemeinschaftsveranstaltung von Theater, Osthaus-Museum und Emil-Schumacher-Museum geöffnet.

Gefeiert werden an diesem Abend „Zehn Jahre Kunstquartier“ und „Zehn Jahre Emil-Schumacher-Museum“. „Wenn es gut läuft, erwarten wir tausende von Besuchern“, blickt Rouven Lotz, Wissenschaftlicher Leiter des Schumacher-Museums, optimistisch Richtung Wochenende.

„Bei der ersten ,Langen Nacht der Kunst’, die wir 2012 zum 100. Geburtstag Emil Schumachers organisiert haben, kamen etwa 1000 Gäste. Bei der zweiten ,Langen Nacht’ 2014 wurde das fünfjährige Bestehen des Kunstquartiers gefeiert und 2000 Leute strömten zu uns. Das waren zwei große Erfolge.“

Und an die möchten die Museen und das Theater nun anknüpfen. Knackpunkt könnte allerdings der Zeitpunkt sein. 2012 wie auch 2014 wurde im Herbst gefeiert, nun im Dezember.

„Die Theaterleute sind zeitlich sehr eingebunden, wir haben keinen früheren gemeinsamen Termin abstimmen können“, sagt Lotz, der den Dezember-Termin als Experiment sieht. „Natürlich ist die Open-Air-Zeit vorbei, doch wir glauben, dass am Samstag dennoch viele Kulturfreunde die Museumsräume, die sich für einen Abend in verschiedene Bühnen verwandeln, aufsuchen werden.“

Pay what you want

Die Veranstalter hätten in diesem Jahr überlegt, für das Event – anders als bei den „Vorgänger-Nächten“ – Eintritt zu verlangen, „doch wir haben uns nun für einen Mittelweg entschieden, da die Veranstaltung für die drei Partner – Theater und zwei Museen – ja auch ein fantastisches Marketinginstrument ist“, sagt Rouven Lotz. Heißt: Der Eintritt ins Kunstquartier ist auch dieses Mal frei, aber es gilt „Pay what you want“, also „Bezahle, was du möchtest oder kannst“.

Keine langen Darbietungen oder Vorträge

Was die Besucher erwartet? Ein Haus, in dem es in beinahe jedem Winkel etwas zu entdecken gibt. Es stünden nicht lange Darbietungen oder Vorträge auf dem Programm, sondern „kulturelle Häppchen“, verspricht der Wissenschaftliche Leiter.

So tritt in der Zentralen Halle des Osthaus-Museums zum Beispiel das Philharmonische Orchester auf, ferner sind Kammermusikensembles sowie Kammersängerin Marilyn Bennett zu hören.

Das Musiktheater präsentiert in der Neuen Galerie das im Frühjahr auf die Bühne gebrachte Madrigal „Combattimento di Tancredi e Clorinda“ von Claudio Monteverdi (Skulpturen des Osthaus-Museums werden in die Aufführung einbezogen), und Tayfun Belgin, Direktor des Osthaus-Museums, führt ein Künstlergespräch mit der Trägerin des Karl-Ernst-Osthaus-Preises 2019, Pia Stadtbäumer.

In der Brunnenhalle können die Besucher die vom jungen Theater Lutz entwickelte Szenische Lesung „Osthaus und das Damaskuszimmer“ verfolgen. Zur Erinnerung: Besagte Szenische Lesung wurde bereits im Sommer im Rahmen des Muschelsalats im Hohenhof präsentiert.

In der zweiten Etage des Schumacher-Museums – im Oberlichtsaal – serviert das Kinder- und Jugendtheater Lutz Kostproben aus dem Tanz-Objekt-Theater-Spaß „Pardauz“.

Auf der Treppe und in kleineren Sälen des Schumacher-Museums zeigt das Hagener Ballett eine moderne Performance und stellt unter Beweis, wie frei sich die Tänzer im Raum bewegen können.

„Der letzte Programmpunkt beginnt gegen 22 Uhr, dann klingt das Event bis etwa 23 Uhr aus“, schätzt Rouven Lotz.

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