Kommentar

Hagen: Seepark-Planung mit klarem Notausgang

WP-Redakteur Martin Weiske.

WP-Redakteur Martin Weiske.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Angesichts der Ungewissheit rund um das Seepark-Grundstück plädiert WP-Kommentator Martin Weiske dafür, einen Plan B in der Tasche zu haben.

Der Hinweis von CDU-Fraktionschef Stephan Ramrath ist richtig: In Corona-Zeiten kommt es vermutlich tatsächlich nicht darauf an, jetzt noch einmal drei Monate abzuwarten, wie sich die Bahn-Tochter DB Energie zu den angebotenen Alternativgrundstücken für ein Umspann- und Umrichterwerk an der Dortmunder Straße positioniert. Doch dann muss die unsägliche Hängepartie rund um die Flächen für den Seepark am Hengsteysee tatsächlich beendet werden. Es wäre geradezu ungehörig, wenn die aktuellen Mandatsträger dem neu zu wählenden Rat hier eine solche Entscheidungsbaustelle hinterlassen würden.

Der Weg ist längst eindeutig vorgezeichnet: Entweder das Verkehrsunternehmen akzeptiert den Alternativvorschlag der Stadt, ohne exorbitante Zusatzforderungen zu formulieren, und lässt sich auf eine Entwidmung des alten Rangierbahnhofes für Bahnzwecke ein. Oder die Stadt beschreitet den Klageweg und wird dann angesichts der zeitlichen Dimensionen mit dem Hengsteysee die Fördertöpfe der Internationalen Gartenausstellung 2027 definitiv nicht mehr erreichen.

Umso dringlicher erscheint es, endlich Alternativ-Ideen für das Harkortseeufer mitzudenken, damit Hagen beim nächsten potenziellen Geldregen für die Ruhrseen nicht erneut leer ausgeht.

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