Einzelhandel

Hagener Kaufhof und Karstadt machen gemeinsame Spendenaktion

Im Schaufenster an der Elberfelder Straße wird die Fusion zwischen Karstadt und Kaufhof sichtbar. Ein neues Außen-Logo wurde bislang aber noch nicht angebracht. 

Im Schaufenster an der Elberfelder Straße wird die Fusion zwischen Karstadt und Kaufhof sichtbar. Ein neues Außen-Logo wurde bislang aber noch nicht angebracht. 

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen-Mitte.   Der Hagener Kaufhof übernimmt von Karstadt die Spendenaktion „Mama ist die Beste“. Ein Interview mit Filialleiter Mathias Walther.

Mathias Walther ist seit eineinhalb Jahren Filialgeschäftsführer im Hagener Kaufhof. Der 34-Jährige weiß, dass die Übernahme des Kaufhofs durch die deutsche Warenhauskette Karstadt für einige Aufregung unter den Mitarbeitern gesorgt hat.

Herr Walther, wie sieht es derzeit in Sachen Mitarbeitern im Hagener Kaufhof aus?

Mathias Walter Wir sind alle noch reine Kaufhof-Angestellte. Bislang hat sich personell bei uns nichts geändert. Auch die Mitarbeiterzahl ist stabil. In der Hagener Galeria- Kaufhof-Filiale sind 80 Leute beschäftigt.

Aber der Kaufhof gehört seit Dezember 2018 zu Karstadt.

Richtig. Aber vorerst bleiben beide Geschäftsmodelle erhalten. Natürlich werden Marketing-Aktionen und Kampagnen seit ein paar Monaten gemeinsam gefahren.

Sieht der Hagener Kunde, dass Karstadt und Kaufhof nun zusammen gehören?

Ja, wenn auch nur ein wenig. Wir ­haben an der Fassade noch kein neues Logo und auch keine große gemeinsame Außenwerbung anbringen lassen. Bisher wurde lediglich Galeria-Karstadt-Kaufhof-Werbung am Schaufenster platziert und es hängen Plakate im Fenster und im Laden.

Sie sprechen von gemeinsamen Marketingaktionen.Sie sprechen von gemeinsamen Marketingaktionen.

Ja, wie die Aktion „Mama ist die Beste“. Diese Aktion wird seit drei Jahren von Karstadt sehr erfolgreich durchgeführt.

Und nun auch im Hagener Kaufhof. Was verbirgt sich hinter „Mama ist die Beste“?

Wir möchten eine lokale gemeinnützige Organisation unterstützen, die sich für die Bedürfnisse von Müttern engagiert. Daher möchten wir Organisationen aus der Gegend ermutigen, sich bei uns zu bewerben.

Was erwartet „die Auserwählten“ dann?

Direkt gesagt – Geld. Unter dem Motto ,Montag ist Mama-Tag’ wird Galeria Kaufhof ab Juni von jedem Verkaufsbon, der an einem Montag generiert wird, einen Cent an eine lokale Einrichtung spenden. Das klingt jetzt nicht nach einer gewaltigen Summe, aber durch die Menge der Bons kommt ein stattlicher Betrag zustande.

In Zahlen gesprochen?

Wenn man von 2500 Verkaufsbons pro Monat in Hagen ausgeht, kommt man auf 500 Bons im Monat, für die wir je einen Cent für die Aktion spenden. Auf ein Jahr gerechnet, kommen auf diesem Wege – plus sonstiger Kleinspendenbeträge – schon ein paar tausend Euro zusammen. Zum Aktionsende im Frühjahr 2020 erfolgt dann die Gewinnausschüttung an die Partnerorganisationen.

Was müssen Hagener Einrichtungen machen, um Partnerorganisation des Hagener Kaufhofs zu werden?

Engagierte Einrichtungen aus Hagen können sich ab sofort bis Dienstag, 30. April, für eine Partnerschaft mit der Filiale Hagen bewerben. Heißt, Vertreter der Organisationen, die sich für Mütter in der Region einsetzen, geben bitte aussagekräftige Unterlagen über ihre Einrichtung, ihre Projekte und Ziele bei uns im Geschäft ab. Man kann uns die Bewerbungsunterlagen natürlich auch online zukommen lassen. Bitte einfach eine Mail an mama@kaufhof.de senden.

Und wie geht es dann weiter?

Aus allen Einsendungen werden den Kunden vor Ort im Geschäft zwei Organisationen zur Wahl gestellt. Nach der Auszählung der Stimmen wird der Voting-Gewinner Ende Mai benachrichtigt. Anfang Juni startet dann die „Ein Cent“-Spendenaktion im Laden. Außerdem platzieren wir dann auch Spendenboxen an den Kassen. Für jene Kunden, die zum Beispiel Kleingeld, das sie an der Kasse zurück bekommen, für einen guten Zweck spenden wollen.

An welche Einrichtungen denken Sie denn bei der „Mama-ist-die-Beste“-Aktion?

Wir haben zum Beispiel schon Kontakt zum Frauenhaus aufgenommen. Die Einrichtung bekundet großes Interesse, bei unserer Aktion mitzumachen. Und auch mit der AWO, besser gesagt mit der Familien- und Frauenberatungsstelle, haben wir uns ausgetauscht. Aber entschieden ist noch nichts. Wir freuen uns auf weitere Bewerbungen. Die ausgewählten Partnerorganisationen erhalten aus der Aktion ja auch nicht nur Geld, sondern sie haben außerdem die Möglichkeit, ihre Einrichtung in der Stadt bekannter zu machen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben