Kultur

Hagener Theater spielt Operette „Der Graf von Luxemburg“

Die Szene spiegelt das pralle Pariser Leben wider. Zu sehen sind Kenneth Mattice als René sowie der Chor und Extrachor. F

Die Szene spiegelt das pralle Pariser Leben wider. Zu sehen sind Kenneth Mattice als René sowie der Chor und Extrachor. F

Foto: Klaus Lefebvre

Hagen-Mitte.  In der Franz-Lehár-Operette „Der Graf von Luxemburg“ geht es um Standesdünkel und die Gier nach Geld.

Standesdünkel und die Gier nach Geld – die Operette „Der Graf von Luxemburg“ greift die stets aktuell bleibenden Themen mit einem zwinkernden Auge auf. Das Werk von Franz Lehár, das am Samstagabend im Theater Premiere feiert, sei ein großer musikalischer Spaß, „aber kein Klamauk“, versichert Regisseur Roland Hüve.

Hüve ist am Hagener Haus kein Unbekannter, „Der Graf von Luxemburg“ ist seine fünfte Inszenierung am hiesigen Theater, zuletzt war er in Hagen mit „Kiss me, Kate“ zu sehen.

„Der Graf von Luxemburg“ ist mitten in der goldenen Operettenzeit entstanden“, erläutert Roland Hüve.

Franz Lehár gelang es 1909, mit dieser Operette an seinen großen Erfolg von „Die lustige Witwe“ anzuknüpfen. „Und obwohl ,Der Graf’ nicht mit etlichen Melodien, die auch heute noch beinahe jeder kennt, aufwartet, ist die Musik dennoch elektrisierend“, verspricht Dramaturgin Rebecca Graitl.

Und zumindest das Duett „Bist du’s lachendes Glück“ habe einen gewissen Bekanntheitsgrad. Auf jeden Fall sei viel Walzermusik zu hören.

Eheleute kennen einander nicht

Zwei wie in Stein gemeißelte Botschaften schweben über der Handlung, die nach der Jahrhundertwende im feierfreudigen Paris spielt: „Keine Heirat ohne Titel“ und „Keinen Sex vor der Ehe“.

Es geht um die Heirat zweier Menschen, die „ja“ sagen, ohne sich zu kennen und sich auch während der Trauung nicht sehen dürfen: Dem verarmten, großspurigen Grafen von Luxemburg (Kenneth Mattice ist als Adliger René zu sehen) werden 500.000 Francs angeboten, was heute fast zwei Millionen Euro entspräche, wenn er die ihm unbekannte Angèle (Angela Davis) heiratet. Grund: Der reiche Fürst Basil (in der Rolle treten abwechselnd Oliver Weidinger und Olaf Haye auf) will durch den Deal die Frau, die er liebt, zur Gräfin machen. Dass die Rechnung nicht aufgeht, liegt in der Natur der Sache.

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