Corona

Hagener Theater will nicht "auf Halde proben"

Bis mindestens Anfang März bleibt das Hagener Theater für Zuschauer geschlossen.

Bis mindestens Anfang März bleibt das Hagener Theater für Zuschauer geschlossen.

Foto: Yuliana Falkenberg.

Hagen  Das Hagener Theater bleibt bis mindestens März geschlossen und der Probenbetrieb wird bis mindestens Anfang Februar eingestellt.

Frühestens Anfang März wird das Hagener Theater seine Pforten für Publikum wieder öffnen. Der Probenbetrieb wird in allen Sparten bis mindestens Anfang Februar eingestellt.

Aufgrund der der Corona-Pandemie und der verordneten Maßnahmen zu deren Bekämpfung hat sich die Theaterleitung, die aus Intendant Francis Hüsers, Generalmusikdirektor Joseph Trafton sowie Geschäftsführer Dr. Thomas Brauers besteht, zu diesen Schritten entschieden.

Gefahrenlage hat sich verschärft

„Uns ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, aber zum einen dürfen wir in den kommenden Wochen den Spielbetrieb ja eh gar nicht wieder aufnehmen, zum anderen hat sich in unseren Augen die Gefahrenlage dermaßen verschärft, dass wir versuchen, sämtliche Begegnungen zu vermeiden und Kontakte runterzufahren“, sagt Geschäftsführer Brauers.

Außerdem sei es nicht sinnvoll, weiterhin zu proben, da schon jetzt etliche Corona-taugliche Produktionen aus allen Sparten „auf Halde lägen“, „wenn wir in den kommenden Wochen weiter proben würden, hätten wir bald zu viele Produktionen in der Warteschleife hängen.“

In Zeiten von Vollbesetzung sind 250 Mitarbeiter am Hagener Haus beschäftigt, da auslaufende Verträge während der Corona-Zeit nicht verlängert wurden, sind es momentan 238.

200 Beschäftigte in Kurzarbeit

„Davon sind im Januar 200 Beschäftigte in Kurzarbeit“, so Brauers und weiter: „Es gibt Covid-19-Tarifverträge, die eine Aufstockung des Gehaltes der Mitarbeiter in Kurzarbeit regeln, und an die hält sich das Hagener Theater natürlich.“

Heißt: Mitarbeiter aus dem künstlerischen Bereich, also Bühne und Orchester, erhalten eine Aufstockung von 95 bis 100 Prozent auf ihr Netto-Gehalt, Mitarbeiter aus dem Verwaltungs- und Handwerksbereich erhalten eine 90- bis 100-prozentige Aufstockung. Beschäftigte, die eine hohe Verantwortung tragen (wie Intendant Francis Hüsers) sind nicht in Kurzarbeit, „und der einzige aus dem Haus, der gar nicht in Kurzarbeit gehen dürfte, bin ich, da ich Beamter bin“, sagt Brauers.

Nur zehn Prozent im Homeoffice

Und wie sieht es im Theater mit Homeoffice aus? „Nur wenige unserer Mitarbeiter – vielleicht zehn Prozent - können im Homeoffice arbeiten. Lediglich für Beschäftigte, die Bürotätigkeiten ausüben, in der Marketingabteilung oder in der Schneiderei arbeiten, ist Homeoffice eine sinnvolle Alternative“, so der Geschäftsführer.

Nähe soll erhalten bleiben

Bislang hat die Theaterleitung mit den Mitarbeitern keine Videokonferenzen abgehalten, „wir haben ja riesige Räumlichkeiten, daher konnten wir uns zu Teamsitzungen im Haus treffen, doch darauf werden wir künftig auch erst einmal verzichten.“ Man pflege zu den Kollegen einen engen E-Mailkontakt und es gebe einen fast täglichen Telefonaustausch, „dadurch wollen wir . Wir haben einen guten Zusammenhalt“, unterstreicht Thomas Brauers.

Zur Info:

Digitale Alternativprogramme werden weiterhin erstellt. Die Theaterkasse bleibt bis mindestens Mitte Februar geschlossen.

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