Hauptbahnhof

Hand gebrochen: Schwarzfahrer geht in Hagen auf Polizei los

Bei der Festnahme wurde ein Polizeibeamter (47) schwer an der Hand verletzt.

Foto: Michael Kleinrensing

Bei der Festnahme wurde ein Polizeibeamter (47) schwer an der Hand verletzt. Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Bei der Überprüfung eines Schwarzfahrers (19) wurde ein Polizist in Hagen schwer verletzt. Der junge Mann brach ihm mit einem Kniestoß die Hand.

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Bei der Überprüfung eines 19-jährigen Schwarzfahrers wurde ein Polizeibeamter am Samstagabend schwer verletzt. Der junge Mann aus Mauretanien betitelte den Polizisten zuerst als Rassisten und brach ihm dann mit einem Kniestoß den Mittelhandknochen.

Grund der Eskalation war eine „simple“ Personalienfeststellung. Der Beamte der Bundespolizei hatte sich uniformiert auf den Weg zum Dienst nach Hagen gemacht und im Zug den 19-Jährigen wiedererkannt, der am Mittwoch ohne Fahrkarte den Zug genutzt hatte und dabei vom Bahnpersonal erwischt worden war.

Schwarzfahrer nennt Polizist einen "Rassisten"

Der Bundespolizist war dabei ebenfalls zugegen gewesen, damals auf dem Weg vom Dienst nach Hause. Noch bevor er den Kontrolleuren zu Hilfe kommen konnte, hatte ihm der 19-Jährige vor die Füße gespuckt, ihn beleidigt und war in Schwerte aus dem Zug geflüchtet.

Als er ihn nun im Zug wiedererkannte, wollte der Beamte den jungen Mann im Hagener Hauptbahnhof erneut überprüfen. Bereits im Bahnhof warf der 19-Jährige sein Gepäck auf den Boden und betitelte den 47-jährigen Beamten lautstark als Rassisten. Als ein weiterer Bundespolizist zur Verstärkung eintraf, begab sich der Schwarzfahrer jedoch zunächst freiwillig mit zur Wache, wo seine Fingerabdrücke genommen wurden. Zudem konnte ermittelt werden, dass er am angegebenen Wohnsitz, in Arnsberg, nicht mehr gemeldet war.

Mann bricht Polizisten den Mittelhandknochen

Als der mauretanische Staatsangehörige die Wache verlassen durfte, griff er einen Beamten mit Faustschlägen an. Nun sollte er erneut festgenommen werden, leistete jedoch enormen Widerstand und brach mit einem Kniestoß den Mittelhandknochen des 47-Jährigen Bundespolizisten. Dieser hatte den Stoß mit seiner Hand abwehren wollen. Erst jetzt konnte der 19-Jährige überwältigt werden und landete hinter Schloss und Riegel.

Gegen den erst im März aus der Haft entlassenen jungen Mann leitete die Polizei ein Strafverfahren wegen Beleidigung, Beförderungserschleichung, Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.

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