Bahntrasse

Hohenlimburg: Geteilte Meinungen zur Lärmschutzwand

Die neue Lärmschutzwand an der Bahnstraße in Hohenlimburg - nicht für alle Bürger ein Hingucker.

Die neue Lärmschutzwand an der Bahnstraße in Hohenlimburg - nicht für alle Bürger ein Hingucker.

Foto: Marcel Krombusch / Westfalenpost

Hohenlimburg.  Zunehmend prägt der Bau der Lärmschutzwand den Hohenlimburger Ortskern entlang der Bahntrasse. Was denken die Hohenlimburger über die Anlage?

Wortwörtlich gibt es aktuell einschneidende Veränderungen im Ortskern: Wie ein Silberschweif zieht die neue Lärmschutzwand an der Bahntrasse entlang.

Bis Ende 2020 sollen insgesamt sechs Wände mit einer Länge von fast drei Kilometern entstehen, von der der Hünenpforte bis nach Oege, an die Stadtgrenze zu Letmathe. Was denken die Hohenlimburger über die Mauer, jetzt wo der Bau zunehmend Form annimmt? Ein Stimmungsbild vor Ort.

Schutz vor Übertreten

Hubertine Stamm sitzt an der Bushaltestelle am Bahnhof und schaut auf die neue silberne Wand. „Schön sieht sie ja nicht aus“, sagt die Hohenlimburgerin. „Aber für die Sicherheit ist es schon richtig.“ Das denkt auch Florian Malek. „Wenn die Lärmschutzwand am Ende hilft, dass man nicht mehr so leicht über die Gleise gehen kann, dann ist das gut“, sagt der Hohenlimburger und erinnert sich zurück an einen Fall aus seiner Schulzeit. Damals sei nahe der Jahnstraße ein Mädchen beim Überqueren der Gleise verunglückt. „Es gab an dieser Stelle nur einen kleinen Zaun – die Lärmschutzmauer bietet jetzt mehr Schutz.“ Letzlich stelle sich jedoch stets die Frage nach dem Nutzen, sagt er. Und den sehen auf Dauer nicht alle Hohenlimburger. „Für mich ist hier unnütz Geld ausgegeben worden“, sagt Hans Will, der unweit des früheren Café Möller aufgewachsen ist. „Damals fuhren regelmäßig Züge Richtung Hoesch, das war deutlich lauter als heute“. Das findet auch Melanie Klippert, wie sie in einem Kommentar auf Facebook deutlich macht: „Als ehemaliger Anwohner dort hat mich der ‘Lärm’ der Züge nie gestört. Es gehörte halt dazu. Und ich glaube, es würde mich eher stören, es nicht mehr zu hören.“

Graffitis stören

Störend für viele zudem die Graffitis, wie Barbara Maus ebenfalls auf Facebook betont: „Die schöne neue Lego-Brücke war nach drei Tagen verschandelt und ich finde nichts Künstlerisches dabei“, so Maus. „Es gibt nur ein Mittel, die ekligen Graffitis zu unterbinden: Professionelle Künstler ran lassen, die schöne Landschaften oder andere Motive in Absprache mit dem Auftraggeber auf die Wand malen oder sprühen.“

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