Kettenbrücke

Hohenlimburger wollen ihre Liebesschlösser zurück

Verliebte haben sich mit Schlössern an der Kettenbrücke verewigt

Verliebte haben sich mit Schlössern an der Kettenbrücke verewigt

Hohenlimburg.   Mitarbeiter des Wirtschaftsbetriebs Hagen hatten das Aus für die Schlösser beschlossen - und diese in „geheimer Mission“ entfernt.

„Die an der Kettenbrücke entfernten Liebesschlösser können nicht an die Besitzer zurückgegeben werden.“ Das betonte auf Nachfrage dieser Zeitung noch einmal Gabriele Zmarowski, Pressesprecherin des Wirtschaftsbetriebes Hagen. Dessen Mitarbeiter hatten das Aus für die Schlösser beschlossen und diese in „geheimer Mission“ und somit ohne Vorankündigung entfernt. Das hatte bei den Hohenlimburgern für Verwunderung und Unverständnis gesorgt.

So auch bei Wolfgang Dahnke, der im Gespräch mit dieser Zeitung sagte: „Ich habe das erste Schloss für meinen Sohn Fabian an der Brücke befestigt. Und anschließend noch eines mit meiner Frau zusammen zur Silberhochzeit.“ Beide hätte er gerne wieder zurückerhalten.

Kettenbrücke ist ein wahrer Segen

Auch die Hagener Grünen zeigen sich entsetzt über das Entfernen der Liebesschlösser bei „Nacht-und-Nebel“. Dazu sagt Kreisverbandssprecher Rolf Willaredt: „Als Radfahrer hat man es schwer in Hagen. An den meisten Straßen gibt es keine Radwege. Da werden Radfahrer und Radfahrerinnen von Personenwagen so eng überholt, dass sie zwangsläufig den Außenspiegeln geparkter Autos gefährlich nah kommen. Wo schmale Schutzstreifen angelegt sind, dürfen diese vom motorisierten Verkehr ,bei Bedarf’ mitbenutzt werden. An Engstellen oder vor Kreuzungen enden sie ohnehin. Selbst Radwege verfügen oft nicht über die angemessen Breite für einen sicheren Begegnungsverkehr.“

Deshalb ist nach seiner Meinung die 3,70 m breite Kettenbrücke, die dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten ist, ein wahrer Segen. „Doch genau dort“, so Willaredt, „sorgt sich der Wirtschaftsbetriebe Hagen so sehr um die Sicherheit der Radfahrer, dass dieser ohne Vorankündigung Liebesschlösser entfernt, die 2011 noch mit Wohlwollen gesehen wurden.“ Um dann zu ergänzen: „Wir freuen uns, dass der WBH die Interessen und Sicherheitsbelange der Radfahrer inzwischen Ernst nimmt. Wir sehen allerdings an anderen Orten der Stadt wesentlich größeren Handlungsbedarf.“

Letztlich müsse erreicht werden, dass sich alle zuständigen Stellen - auch der WBH - mit noch größerem Elan in die Umsetzung des neuen Radverkehrskonzeptes einbringen und zu Interessenvertretern der Radfahrer werden.

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