Kommentar

Kinder (5 und 8) fahren Auto: Es könnte uns allen passieren

Lokalredakteur Mike Fiebig aus Hagen.

Lokalredakteur Mike Fiebig aus Hagen.

Foto: Michael Kleinrensing

Der Hohenlimburger Fall zweier Kinder, die nachts mit dem Auto ihrer Eltern fahren, schlägt hohe Wellen. Mike Fiebig kommentiert ihn.

Wir leben in einer Zeit, in der führende Staatsmänner großer Nationen neue Wahrheiten schaffen, in dem sie Lügen verbreiten. Und in der die Schwarmintelligenz in sozialen Netzwerke das Gerücht den Fakten vorzieht. Furchtbar ist das. Und es beängstigt mich.

Wir haben über den Fall geschrieben, dass zwei Brüder (5 und 8) nachts in Hohenlimburg in das Auto ihrer Eltern geklettert sind, um loszufahren. Der Fall ist wie eine Steilvorlage für die unsensible Netz-Welt. Immer auf die Eltern und behaupten, sowas könne einem nie selbst passieren.

Wer sowas behauptet, ist meiner Meinung nach nicht ehrlich zu sich selbst. Solche Vorfälle sind bitter, aber sie geschehen. Ob man dafür gleich Vorwürfe machen kann, ohne die Fakten zu kennen? Ich bezweifle das. Wir haben versucht Kontakt mit den Betroffenen aufzunehmen. Er kam nicht zustande.

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