Recycling und Design

Ministerin zeichnet „Zweitsinn“ als Ort des Fortschritts aus

Ministerin Svenja Schulze (M.l.) übergibt Laura Faltz (Ecomoebel) die Auszeichnung. Das freut auch Thomas Herzog (Möbel und Mehr) und Ralph Osthoff (Werkhof).

Ministerin Svenja Schulze (M.l.) übergibt Laura Faltz (Ecomoebel) die Auszeichnung. Das freut auch Thomas Herzog (Möbel und Mehr) und Ralph Osthoff (Werkhof).

Foto: WP

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Hagen-Eckesey.Eine Auszeichnung für Designer-Tische aus alten Paletten oder Weinkisten: NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat am Mittwoch das Recycling-Design-Netzwerk „Zweitsinn“ als Ort des Fortschritts ausgezeichnet.

Hagen ist die zehnte Stadt in NRW, in der die Auszeichnung verliehen wurde. Weitere Orte, die für nachhaltigen Fortschritt „made in NRW“ stehen, sind etwa das Zentrum für Nanotechnologie (Münster) oder das Zentrum für Entwicklungsforschung (Bonn). „Was man hier sehen kann, ist schön und bezahlbar, schafft Arbeitsplätze und hat soziale Dimension“, begründete die Ministerin ihre Wahl.

Den Hagener Ort des Fortschritts findet man an der Eichendorffstraße bei „Möbel und Mehr“, Partner des Design-Netzwerks. Das Projekt „Möbel und Mehr“ entwickelte sich nach Gründung der Werkhof gGmbh 1998 rasant. „Der Recycling-Gedanke steht im Fokus“, sagt Werkhof-Geschäftsführer Ralph Osthoff.

"Innovation in Menschen"

„Es geht um Innovation in Menschen.“ So finden derzeit zehn Menschen in Hagen und sieben in Iserlohn eine Zukunft, die sie auf dem ersten Arbeitsmarkt kaum hätten. Als dann 2002 aus einem Forschungsprojekt der TU Dortmund die ecomoebel GmbH gegründet wurde, war „Möbel und Mehr“ dabei. Mittlerweile betreibt ecomoebel unter dem Label „Zweitsinn“ ein Online-Portal, das eine Plattform zur Vermarktung für Produkte aus Altmöbeln und anderen recycelten Materialien bietet.

Mit Erfolg. Viele Kunden kommen aus Metropolen wie Berlin oder Köln. Dr. Laura Faltz, Geschäftsführerin von ecomoebel, hofft jetzt auf noch mehr Zuspruch: „Nachhaltigkeit ist unser Thema. Gekauft werden die Einzelstücke aber, weil sie außergewöhnlich sind.“

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