Handelsansiedlungen

Möbel-Riese XXXL stellt in Hagen Bauantrag für zwei Märkte

Für das künftige Firmengelände des XXXL-Einrichtungsriesen besteht seit Jahren Baurecht. Aber auch auf der anderen Seite der Haßleyer Straße könnte sich die Stadt weitere Gewerbeansiedlungen vorstellen. Foto/Grafik:Manuela Nossutta/Hans Blossey

Für das künftige Firmengelände des XXXL-Einrichtungsriesen besteht seit Jahren Baurecht. Aber auch auf der anderen Seite der Haßleyer Straße könnte sich die Stadt weitere Gewerbeansiedlungen vorstellen. Foto/Grafik:Manuela Nossutta/Hans Blossey

Haßley.   Der europaweit agierende Möbel-Riese XXXLutz möchte sich jetzt doch in Hagen ansiedeln. Im Rathaus liegt ein Bauantrag für zwei Märkte vor.

Die XXXLutz-Unternehmensgruppe macht am Standort Hagen jetzt doch Nägel mit Köpfen: Die österreichische Einrichtungshauskette hat bei der Stadt Hagen einen Bauantrag zur Errichtung eines XXXL-Möbelhauses sowie eines Mömax-Trendmitnahmemarktes an der Haßleyer Straße eingereicht.

Das bestätigte Unternehmenssprecher Volker Michels der WP-Stadtredaktion. Aktuell befinden sich die eingereichten Unterlagen für die Millionen-Investition im Rathaus in der Vorprüfung. Zu weiteren Details möchten sich zum jetzigen Zeitpunkt weder der Antragsteller noch die Stadt Hagen äußern.

Eckesey-Pläne längst verworfen

Zuletzt war im Sommer 2018 bekannt geworden, dass XXXL seine ursprünglichen Planungen verworfen hatte, in der ehemaligen Max-Bahr-Immobilie an der Eckeseyer Straße sein Konzept eines Möbel-Mitnahmemarktes umzusetzen. Hintergrund dieses Strategiewechsels war die Übernahme der Poco-Möbeldiscounter-Kette durch die Österreicher.

Mit dem in der Branche aufmerksam verfolgten Deal wechselten 123 Dependancen mit etwa 8000 Mitarbeitern in den Schoß der Unternehmensgruppe – unter anderem auch die Filiale in Vorhalle. Somit machte es für XXXL, die aktuell etwa 22.000 Mitarbeiter in 260 Märkten in elf Ländern Europas beschäftigen, keinen wirtschaftlichen Sinn mehr, nur etwa zwei Kilometer von der Poco-Filiale Am Ringofen entfernt in Eckesey ein ähnlich gelagertes Angebot zu etablieren.

Stattdessen möchte die Unternehmensgruppe jetzt beide Angebote – klassisches Einrichtungshaus und Mitnahmemarkt – am Rande der Sauerlandlinie nebeneinander etablieren. Auf Grundlage der einstigen Sonneborn-Projektentwicklung, die seit der XXXL-Übernahme von den neuen Eigentümern weiterverfolgt wird, besteht auf dem stattlichen Areal zwischen der Enervie-Zentrale und dem Raiffeisenmarkt bereits Baurecht für ein Möbelhaus mit einer maximalen Verkaufsfläche von bis zu 34.000 Quadratmetern.

Baurecht besteht schon seit 2012

In der Hagener Politik war angesichts der über Jahre ausbleibenden Bauanträge – das Baurecht besteht bereits seit 2012 – zuletzt spekuliert worden, dass XXXL eine Millionen-Investition an einem anderen Standort favorisiere. In diesem Falle hätte die Politik nach sieben Jahren das Recht gehabt, das Baurecht wieder zurückzuziehen und das attraktive Grundstück an der Autobahn-Anschlussstelle Hagen-Süd als klassische Gewerbefläche auszuweisen.

Diese Überlegungen werden stattdessen inzwischen für die gegenüberliegende Straßenseite verfolgt. Bei der Erstellung des Regionalplanes Ruhr möchte die Stadt Hagen das gut neun Hektar große landwirtschaftliche Areal zwischen dem Enervie-Umspannwerk (Donnerkuhler Weg) und der Haßleyer Wohnbebauung für Gewerbe- und ­Indu­s­trieansiedlungen vorsehen.

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