Nach Absage

OB will im Streit ums Dorffest Hagen-Halden vermitteln

Anwohner beschweren sich über den Lärm bei Veranstaltungen auf der Sportanlage Im alten Holz.

Anwohner beschweren sich über den Lärm bei Veranstaltungen auf der Sportanlage Im alten Holz.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Gibt es doch noch Hoffnung für das Dorffest in Hagen-Halden? OB Erik O. Schulz hat die Initiative ergriffen und will vermittelnd tätig werden.

In die Auseinandersetzung um das abgesagte Dorffest in Halden hat sich am Wochenende Oberbürgermeister Erik O. Schulz eingeschaltet. Er will zwischen den streitenden Parteien vermitteln: „Vielleicht geht es ja gar nicht nur um dieses eine Fest“, sieht Schulz die Ursache für das abgekühlte Verhältnis zwischen Anwohnern und TuS Halden-Herbeck tiefer sitzen. Die Fronten sind nach Informationen unserer Zeitung dermaßen verhärtet, dass beide Seiten nicht mehr miteinander sprechen.

Wie berichtet, haben die Organisatoren das für den 13. und 14. September geplante Dorffest abgesagt, weil zwei Anwohner angekündigt hatten, wegen Lärmbelästigung notfalls juristisch gegen die Veranstaltung vorzugehen. Die Stadt Hagen hat zwar angekündigt, das Fest zu genehmigen, doch zivilrechtlich könnten die Nachbarn die Feier zu Fall bringen.

Dieses Risiko erschien den Organisatoren zu groß: „Ein Gerichtsbeschluss könnte massive Einschränkungen für uns nach sich ziehen“, so Reiner Hemmer, Vorsitzender des TuS Halden-Herbeck. Der Verein ist Pächter der Sportanlage Im Alten Holz, wo das Dorffest seit 2011 alle zwei Jahre stattfindet. „Die Absage tut uns allen sehr weh und ist auch einfach schade für Halden.“

Ein Gemeinschaftsfest

Das von tausenden Menschen besuchte Dorffest wird als Gemeinschaftsfest vom TuS Halden-Herbeck, vom TC Halden 2000, von der Freiwilligen Feuerwehr, von der katholischen und evangelischen Kirche sowie vom Schützenverein veranstaltet. Es beinhaltet einen ökumenischen Gottesdienst, ein Kinderfest und ein Feuerwerk. Ob es dem Oberbürgermeister gelingt, dass die Absage vielleicht doch noch rückgängig gemacht werden kann, muss sich zeigen.

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