Interview

„Pädagogische Arbeit steht im Vordergrund“

Rainer Strotmann, Leiter der Hauptschule Boelerheide.

Rainer Strotmann, Leiter der Hauptschule Boelerheide.

Foto: Hubertus Heuel / WP Hagen/Heuel

Rainer Strotmann ist Leiter der Hauptschule Boelerheide und überzeugter Vertreter des Systems Hauptschule. Er setzt sich für die Schwachen ein.

Rainer Strotmann ist Leiter der Hauptschule Boelerheide.

Sie gelten als überzeugter Vertreter des Systems Hauptschule. Was zeichnet Ihr Kollegium aus?

Wir hier als Lehrer arbeitet, muss Begeisterung mitbringen. Jeder unserer Schüler hat sein Päckchen zu tragen, der familiäre Background ist oftmals schwierig, die kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten sind nicht so ausgeprägt. Deshalb muss man als Lehrer pädagogisch gut sein. Die pädagogische Arbeit steht bei uns im Vordergrund.

Was bedeutet das?

Nun, das Verhalten der Schüler kann bisweilen schwierig sein. Und da braucht man als Lehrer pädagogisches Fingerspitzengefühl, muss den richtigen, der Lage angepassten Ton treffen. Es ist eine Art Erziehungsarbeit. Für mich persönlich bedeutet auch der Einsatz für die Schwächeren der Gesellschaft eine wichtige Motivation.

Wie gehen Sie vor, um Ihre Ziele zu erreichen?

Ich nenne mal ein Beispiel, bei uns herrscht das Klassenlehrerprinzip. Der Klassenlehrer unterrichtet möglichst viele Fächer in seiner Klasse, auch fachfremde, die er nicht studiert hat. Die nötigen Fachinhalte besorgt er sich von seinen Kollegen. Das Klassenlehrerprinzip gewährleistet Vertrauen und Sicherheit für die Schüler, die nicht jede Stunde ein anderes Gesicht zu sehen bekommen. Und der Klassenlehrer lernt die Stärken und Schwächen des einzelnen Schülers noch intensiver kennen. Das kann bei der Berufswahlorientierung eine ausschlaggebende Rolle spielen. Der Klassenlehrer ist Taktgeber in diesem Prozess.

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