„Rückspiel“

Plüschbären holen das Lachen zurück

Die Mitarbeiter um Bettina Weinmann (2 v. re.) und Projektleiter Thomas Herzog (3 v. re.) reparieren rund 1 500 Spielsachen pro Monat.

Die Mitarbeiter um Bettina Weinmann (2 v. re.) und Projektleiter Thomas Herzog (3 v. re.) reparieren rund 1 500 Spielsachen pro Monat.

Foto: WP

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Hohenlimburg.Dem Teddybär auf der Fensterbank fehlte ein Auge. Sein Fell war zerzaust. Liebevoll haben ihn die Mitarbeiter des Werkhof-Spielzeugprojektes „Rückspiel“ wieder aufgepäppelt. Nun ist er bereit für seine Reise in den Libanon, um den Kindern in einem Flüchtlingslager ein Lachen zu schenken.

Es waren hunderte Spielsachen, Kuscheltiere und Puzzle, die von den Mitarbeitern der Diakonie Lüdenscheid am Dienstagmorgen auf dem Gelände des Hohenlimburger Werkhofes an der Kaiserstraße abgeholt wurden.

„Die Diakonie hat uns angesprochen, ob wir für die Flüchtlingskinder im Libanon einige Spielsachen spenden könnten. Da haben wir natürlich sofort zugesagt“, strahlt die sozialpädagogische Leiterin von „Rückspiel“, Bettina Weinmann, die zusammen mit ihrem Team rund 40 behinderte Menschen betreut, die Spielzeugspenden für eine Wiederverwertung aufbereiten.

„Wir nehmen die gespendeten Spielsachen entgegen, reinigen und reparieren sie. Anschließend werden sie mit einem Warenzettel versehen und in unser Lager gebracht, wo sie auf ihre nächsten Abnehmer warten“, erklärt Weinmann, für die der Dienstag ein ganz besonderer Tag war.

„Für uns ist es das schönste, wenn unsere Mitarbeiter auf diesem Wege Anerkennung für ihre Arbeit erfahren. Das Leuchten in den Augen der Kinder ist das größte für uns“, waren sich Weinmann und der Projektleiter Thomas Herzog einig.

Durchschnittlich 1500 Spielsachen werden in den Gewölben des Werkhofes pro Monat aufbereitet. Entsprechend voll ist das Spielzeuglager, dass für Kinder das reinste Paradies darstellt.

„Unsere Mitarbeiter sind körperlich oder geistig behindert. Die Arbeit ist für ihre persönliche Entwicklung sehr wichtig, und sie erfahren zudem eine enorme Wertschätzung, wenn ihre Arbeit Kinder zum Lachen bringt“, erklärte Weinmann, die hofft, dass sie Fotos aus dem Libanon erhält, die zeigen, wie sich die Kinder über ihre neuen Spielsachen freuen. In zwei große Schiffscontainer verpackt, treten die Spielsachen ihren Weg ins Krisengebiet an. Zu Kindern, die das Wort „Teddy“ nur aus Erzählungen kennen.

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