Benefiz

Tour der Hoffnung führt durch Hagener Werkshallen

Ein schönes Bild: Knapp 200 Benefiz-Radler fahren durch die Waelzholz-Werkshallen (links im Bild C.D.Waelzholz-Chef Dr. Hans-Toni Junius).

Ein schönes Bild: Knapp 200 Benefiz-Radler fahren durch die Waelzholz-Werkshallen (links im Bild C.D.Waelzholz-Chef Dr. Hans-Toni Junius).

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Das Benefizprojekt Tour der Hoffnung hat in diesem Jahr die stolze Summe von 2,38 Millionen Euro für krebskranke Kinder eingefahren.

Rekordergebnis: Das Benefizprojekt Tour der Hoffnung hat in diesem Jahr die stolze Summe von 2,38 Millionen Euro für krebskranke Kinder eingefahren. Zur Erinnerung: Im letzten Jahr kamen 2,2 Millionen Euro zusammen. Allein in Hagen wurden für die gute Sache im Vorfeld 68.145 Euro an Spenden eingenommen.

Ein Rückblick aufs Wochenende: Die letzte Etappe der Tour der Hoffnung startete am Samstagmorgen in den Werkshallen von C.D. Waelzholz. Mit Blaulicht und Polizeigeleit ging es los. Fast 200 Radfahrer durchquerten die Hallen. Dort, wo sonst Funken fliegen und Stahl geformt wird, begannen die Benefiz-Sportler den Tag. „Die Abfahrt hier ist schon etwas Besonderes“, meinte Waelzholz-Mitarbeiterin Ute Neuhaus. „Normalerweise bleiben diese Tore für Außenstehende nämlich verschlossen.“

Für einen guten Zweck machte man natürlich eine Ausnahme. 26.000 Euro hat das Hohenlimburger Unternehmen durch mehrerer Benefizaktionen gesammelt. Eine stolze Summe. Die im Rahmen der Tour zusammengekommen Gelder werden für die Hilfe krebskranker Kinder eingesetzt.

Ein bisschen trainieren musste er schon: Erst letztes Wochenende noch hatte Volker Dornis 38 km mit dem Rad zurückgelegt. Vorbereitung sei wichtig. Schließlich fährt man als Hobby-Radler nicht alle Tage 125 km am Stück. „Ich bin dieses Jahr das erste Mal mit dabei“, erzählte Dornis, ebenfalls Mitarbeiter bei Waelzholz. „Als ich erfahren habe, dass ein Teilabschnitt der Tour dieses Jahr bei uns startet, habe ich sofort zugesagt. Normalerweise bin ich aber eher mit dem Mountainbike und nicht wie heute mit dem Rennrad unterwegs.“ Klar spiele der sportliche Gedanke bei der Aktion eine Rolle. Im Vordergrund stehe aber der soziale Zweck.

Spenden gehen an die Kinderklinik

Während Volker Dornis das erste Mal an der Tour der Hoffnung teilnahm, ist ein anderer Radler schon seit vielen Jahren mit dabei: Im Jahr 2000 starte Dr. Hans-Toni Junius, Vorstandsvorsitzender von Waelzholz, zu seiner ersten Tour. Nur zweimal habe er seitdem die Teilnahme ausfallen lassen. „Einmal auf Grund einer Krankheit und ein anderes Mal, weil meine Tochter geheiratet hat“, so Junius.

Dieses Jahr steht das 190-jährige Bestehen des Unternehmens an. Eine Etappe der Strecke auf dem Firmengelände zu starten, sei für Junius daher naheliegend gewesen. Ihm läge vor allem der lokale Bezug am Herzen, ein großer Teil der Spenden gehe schließlich an die Kinderklink des Allgemeinen Krankenhauses.

Am Mittwoch waren die Benefiz-Radler in Gießen gestartet. Ziel der insgesamt 382 km langen Strecke war Sankt Augustin.

„Viele Spenden-Sammelaktionen fanden ja bereits im Vorfeld der eigentlichen Tour statt. Es sind die kleinen und großen Veranstaltungen, die diese Benefiztour so besonders machen“, betonte die frühere Eiskunstläuferin Marina Kielmann, die als Promi-Teilnehmerin mitfuhr. „Das Engagement der Bürger ist groß“, resümiert sie zufrieden.

Für Fallschirmspringer zu windig

Von Waelzholz ging es für die sportlichen Trampler – von Oberbürgermeister Erik O. Schulz auf dem Rad begleitet – Richtung Hagener Innenstadt.

„Die beiden Fallschirmspringer, die die Ankunft der Radler eigentlich flankieren wollten, konnten am Samstagmorgen leider nicht springen, da es einfach zu windig war. Trotzdem war der Empfang in der City eine gelungene Sache“, bilanzierte Peter Mook, Ehrenamtsbeauftragter der Stadt Hagen.

Dass Marina Kielmann und die anderen Radler auf ihrer letzten Etappe zwischendurch nass wurden, sei kein Problem gewesen, versicherte der frühere Eiskunstlaufstar. Ein bisschen Erfrischung habe gut getan. Und der gute Zweck sporne schließlich an.

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