Prügelei

Versuchter Totschlag: Haftbefehl gegen junge Männer in Hagen

Die zwei Männer sitzen in Hagen in Untersuchungshaft.

Die zwei Männer sitzen in Hagen in Untersuchungshaft.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Hagen.  Nach der folgenschweren Prügelei in Wehringhausen sitzen die beiden mutmaßlichen Täter in U-Haft. Zur Vorgeschichte gibt es neue Erkenntnisse.

Der Haftbefehl lautet auf versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung: Die beiden Männer (20 und 22 Jahre), die am Sonntagmorgen einen 35-Jährigen in Wehringhausen niedergeschlagen hatten, sitzen in Untersuchungshaft. Das hat ein Richter am Amtsgericht Hagen entschieden.

Das 35-jährige Opfer ist indes auf dem Weg der Besserung. Nach einer Kopf-Operation hat der Mann die Intensivstation inzwischen wieder verlassen können, wie Polizeisprecher Michael Siemes bestätigt. Er soll nun noch am Dienstag erstmals von Ermittlern der Kriminalpolizei zu dem Tatgeschehen befragt werden.

Opfer und Täter kannten sich vorher nicht

Sowohl das Opfer als auch die beiden nun in Untersuchungshaft sitzenden Männer sind zwar in Kasachstan geboren, allerdings haben alle die deutsche Staatsangehörigkeit. Gekannt haben sich die mutmaßlichen Täter und das Opfer nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler aber nicht.

Demnach waren der 20 und der 22 Jahre alte Mann zuvor auf einer Feier im alten Feuerwehrhaus in Wehringhausen. Gegen 4 Uhr wollten sie in Begleitung nach Hause gehen. An der Pelmkestraße trafen sie auf den 35-Jährigen, der in der Nähe wohnt. Es soll sich ein Wortgefecht entwickelt haben, das schließlich in der Prügelei eskalierte, zu der auch noch weitere Feiernde aus dem alten Feuerwehrhaus gekommen sein.

Mit Rettungshubschrauber in Spezialklinik

Für Polizei und Rettungsdienst vor Ort hatte sich die Situation aber zunächst nicht als so dramatisch erwiesen. Der 35-Jährige, der wie die beiden Tatverdächtigen alkoholisiert war, wurde zwar mit dem Rettungswagen ins Allgemeine Krankenhaus gebracht. Doch von dort flüchtete er und musste von der Polizei zunächst wieder eingefangen werden. Dann verschlechterte sich sein Zustand aufgrund der Kopfverletzungen offensichtlich so dramatisch, dass er mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden musste.

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